Glauben, ein Ruhekissen

Die Rezession sei am abklingen, die Talsohle durchschritten, es geht wieder aufwärts – aber nur bei den Werten der Papiere, nur dort, und nur vorübergehend. Wir haben eine „Depression“, eine lange Wirtschaftsentwicklung in die falsche Richtung. Der Leitspruch Fritz Schäffers, des Finanzministers, dem wir einst das Wirtschaftswunder verdankten (und nicht der arbeitsscheuen Kanaille Ludwig Ehrhard, den uns die Propaganda dafür auftischt) lautete: „Arbeiten muß sich lohnen, nicht verwalten“. Nach diesem Prinzip hatte er in der „schlechten Zeit“ nicht nur die kriegsruinierte Wirtschaft schnell wieder in Gang gebracht, sondern noch den Julius-Turm mit mehreren Milliarden DM (etwa 100 Mrd. Euro heute) für eventuell nötige konjunkturelle Eingriffe angespart. Weil Schäffer den Verwaltern lästig wurde, verlor er 1957 das Finanzministeramt. Seitdem begann erst langsam, dann immer rascher die Schuldenmacherei, die inzwischen alles Produzieren erstickt und demnächst selbst Ihre Lebensversicherung verschlingen könnte: „Die jetzige Erfahrung zeigt, es kann passieren, daß auf einen Schlag erhebliche Teile der Altersvorsorge einfach entwertet werden“ (Volkswirtschafts-Professor Robert von Weizsäcker, TU München, nach dieser Quelle).

Heute lohnt sich nur noch das Verwalten, jedenfalls an der Spitze. Solange das nicht geändert und die produktive Wirtschaft entschuldet wird, bleibt uns die Depression erhalten. Schulden müssen bezahlt, weg-inflationiert oder storniert werden. Anstieg der Arbeitslosigkeit und Rückgang der Güterproduktion verlaufen so rasant wie noch nie seit 1945. Einzelhandelsumsätze und Hausneubauten sind auf den niedrigsten Stand seit dem 2. Weltkrieg gefallen. In den USA dauert die Zeit, die Arbeitslose brauchen, bis sie einen neuen Job gefunden haben, so lang wie seit 1948 nicht mehr. Und die Schulden der US-Konsumenten, im Jahr 1982 noch bei 12% des BIP, liegen nun bei 18%. Solche Zahlen besagen, daß etwas Entscheidendes umgestellt werden müßte. Aber was?

Sogenannte Stimulierungspakete helfen nicht, sie verzögern und verschlimmern nur das, was ohnehin läuft. Die US-Regierung und die FED haben zur Rettung der Wall Street und ihres Kurses Geld im Umfang von 150% des BruttoInlandProdukts (BIP) eingesetzt: 23 Billionen Dollar; die EU mit der EZB entsprechend. Kein Wunder, daß sich die Bosse bei Goldman Sachs und anderswo wieder Rekord-Bonuszahlungen leisten können! Stimulierungspakete laufen nur auf noch mehr Pleiten, Deflation, Zahlungsunfähigkeit in der produktiven Wirtschaft hinaus und möglicherweise schließlich auf eine Hyperinflation. Wenn man so viel Geld in die Hand nimmt, um die eingeschlagene Richtung zu vernebeln, dann steht Schlimmeres an. Was das sein könnte, erschließt sich einem nur indirekt.

Die US-Regierung hat gerade verfügt, die Hersteller von Impfstoffen gegen die sogenannte Schweinegrippe sowie die Verantwortlichen für die Impfungen von allen Strafverfahren und Schadensersatzforderungen frei zu stellen, die sich aus möglichen Folgen der Impfung ergeben könnten. Das trifft auch auf die Beifügungen, die sogenannten Adjuvans zu, die die Wirkung der Impfung steigern sollen und oft hochgiftig sind. Außerdem fördert die Regierung die Herstellung der Impfstoffe (für die, die sonst üblichen Sicherheitsprüfungen ausdrücklich ausgesetzt wurden!) und die Vorbereitung der Massenimpfungen mit sieben Milliarden Dollar. Die Europäer folgen den amerikanischen Vorgaben seit eh und je wie Schoßhündchen. Dem widerspricht die „Vorreiterrolle“ beim „Klimaschutz“ nur zum Schein.

Es gab schon einmal eine „Schweinegrippe“ in den USA. Damals wurden 40 Mio. Amerikaner geimpft. Dazu hatte ein Dr. D. Sencer, Leiter des Center of Diseases Control, US-Präsident Gerald Ford überredet. Ein US-Soldat war in Fort Dix angeblich an der Schweinegrippe gestorben, weil man ihn zwang, trotz Erkrankung an einem militärischen Gewaltmarsch teilzunehmen. Soweit es sich feststellen ließ, ist damals niemand sonst an der Grippe, aber sind mindestens 25 Menschen an den Folgen der Impfung gestorben. Neben anderen Folgeschäden waren auch rund 500 Menschen am Guillain-Barre-Syndrom, einer Entzündung des Nervensystems mit Lähmungsfolge erkrankt. Auf die US-Regierung war damals eine riesige Welle an Schadensersatzforderungen zugerollt und Mr. Sencer mußte seinen Hut nehmen. Das war im Jahre 1976. So was ist man dieses Mal zuvorgekommen.

Während die USA und Europa auf diese Weise vorsorgen, teilte die WHO, welche die Schweinegrippe (H1N1) zur weltbedrohlichen Pandemie aufgeblasen hatte, am 16. Juli mit: „Die Zählung der Einzelfälle ist nicht mehr wichtig […] Für die Pandemie ist bisher die Geringfügigkeit ihrer Symptome bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten charakteristisch. Die Patienten genesen in der Regel sogar ohne medizinische Behandlung innerhalb einer Woche nach Auftreten der Symptome […] Aus all diesen Gründen, wird die WHO künftig die Tabellen, die die Anzahl der bestätigten Fälle für alle Länder aufweisen, nicht mehr herausgeben“. Allerdings muß es dabei nicht bleiben: radikale Schwarzseher verweisen auf Giftstoffe, wie z.B. das Polypeptid Ricin aus dem Samen der Pflanze, aus der auch Rizinusöl gewonnen wird. Ricin ruft schon in geringsten Mengen grippeähnliche Symptome mit Todesfolge hervor. Es ließe sich gegebenenfalls über ganze Landstriche versprühen.

Was hat das mit der Finanzkrise zu tun? Wenn Sie davon ausgehen, daß nur das allmächtige Schicksal Wirtschaftskrisen erzeugt, natürlich nichts. Wenn Ihnen angesichts der hohen Konzentration insbesondere der Finanzen an dem Freier-Markt-Dogma Zweifel kommen und Sie zu verpönten Verschwörungstheorien neigen, könnten Sie folgende Zusammenhänge zum Nachdenken bringen: Die neuesten Impf-Maßnahmen in den USA gehen auf einen John P. Holdren zurück. Er ist oberster Wissenschafts- und Technologie-Berater von Präsident Obama. Holdren brachte dreißigjährige Erfahrungen mit ins Amt. 1977, ein Jahr nach dem ersten Schweinegrippen-Desaster hatte er bei W.H. Freeman & Co., San Francisco, zusammen mit Paul und Anna Ehrlich ein dickes, „wissenschaftliches“ Buch mit dem Titel „Ecoscience, Population, Resources, Environment“ veröffentlicht.

Lassen Sie uns dazu etwas ausholen: 1974 war Nelson Rockefeller als Vertreter der USA auf der UNO-Bevölkerungskonferenz in Bukarest gescheitert. Er wollte den Regierungen der Dritten Welt eine Strategie zur Bevölkerungsreduktion aufs Auge drücken. Diese sahen in den Vorschlägen die wildeste Form des Imperialismus und lehnten sie vehement ab. Im Dezember des gleichen Jahres faßte Henry Kissinger Rockefellers Ideen zusammen, verband sie mit einer mehr Erfolg versprechenden Durchsetzungs-Strategie und reichte sie als geheimes National Security Study Memorandum 200 „Implications of Worldwide Population Growth for the US Security and Overseas Interests“ bei der US-Regierung ein. Diese erhob das Konzept im November 1975 zu ihrer geheimen Politik-Richtlinie. In dem 1980 freigegebenen aber im Archiv versteckten Papier wurde unmißverständlich dargelegt, daß die wachsende Bevölkerung der Dritten Welt den Zugriff der USA auf die dortigen Rohstoffe gefährde, daß man aber nicht unmittelbar deren Reduktion fordern könne („In these sensitive relations, however, it is important in style as well as substance to avoid the appearance of coercion“). Dies solle viel mehr über UN-Gremien im Kontext von Umweltschutz und als Gegenleistung für Nahrungs- und Entwicklungs-Hilfe geschehen (Kissinger sprach von „food weapon“, Nahrungsmittelwaffe. Daraus wurde inzwischen die Energie-Waffe), wobei offen auf die Korrumpierbarkeit von Führern in Regierungen und Umweltverbänden gesetzt wird. 1976 folgte das Desaster Schweinegrippe, danach erschien Holdrens Buch und 1979 übernahm die Volksrepublik China unter Deng Xiaoping als Gegenleistung für die Anerkennung durch die USA das Kissinger/Holdren-Konzept der „ein Kind Familie“.

Holdrens Buch diskutiert eine Reihe von Möglichkeiten, die Weltbevölkerung zu verringern, um der „größten Bedrohung der Menschheit“ von damals, der Übervölkerung zu begegnen. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehörten:

  • Heimliche Sterilisation der gesamten Bevölkerung, in dem man dem Trinkwasser und Nahrungsmitteln der Bevölkerung unfruchtbar machende Chemikalien zusetzt.
  • Legalisierung „obligatorischer Abtreibungen“ auch gegen den Willen der Schwangeren, die bereits ein Kind haben und sich weigern das zweite abzutreiben.
  • Babys, die außerehelich oder von zu jungen Müttern geboren wurden, solle die Regierung requirieren und zur Adoption freigeben und alleinerziehende Mütter müßten den Nachweis erbringen, daß sie für das Kind sorgen können. (Die Lizensierung des Kinderkriegens)
  • Die Einführung eines Systems der „unfreiwilligen Verhütung“. Männern und Frauen solle ab der Pubertät eine unfruchtbar machende Vorrichtung verpaßt werden, die erst bei Erlaubnis der Regierung, ein Kind bekommen zu dürfen, zeitweise zu entfernen sei.
  • Dauerhafte Sterilisation von Menschen, welche bereits zu viele Kinder haben oder von denen die Behörde annimmt, daß sie zum „allgemeinen sozialen Verfall“ beigetragen.
  • Ein Gesetz, welches das Gebären von mehr als zwei Kindern kriminalisiert.
  • Durchführung und Kontrolle dieser Politik durch eine transnationale, zentralisierte „planetare Regierung“, ausgestattet mit einer „globalen Polizeistreitmacht“ mit der Vollmacht, die maximale Bevölkerungszahl für jedes Landes verbindlich vorzuschreiben.

Holdren hat diese Ziele seither nie widerrufen, sondern erst bei seiner Berufung ins Amt etwas abgemildert. Als Begründung bemüht er nun den „Klimawandel“. Er befürwortet auch „groß angelegte Geoengineering-Projekte zur Abkühlung der Erde“, wie zum Beispiel „das Versprühen von Partikeln in der oberen Atmosphäre, um die Strahlen der Sonne zu reflektieren“ – sogenannte „Chemtrails“ also, die einige Schwarzseher bereits am Himmel beobachtet haben wollen.

Vor der Ernennung zum Chef-Berater des US-Präsidenten mußte Mr. Holdren Fragen von Senator David Vitter beantworten: „1973 haben Sie eine Minderung der Fruchtbarkeit weit unter die Aufrechterhaltung [der Bevölkerung der USA, HB] ermutigt, weil 280 Millionen im Jahr 2040 wahrscheinlich zu viele wären […] Welche Anzahl würden sie heute für die USA für angemessen halten?“ Und die Antwort: „Ich halte es nicht mehr für produktiv, Senator, auf eine optimal Bevölkerungszahl der USA abzuheben. Ich denke, keiner von uns weiß hierzu die richtige Antwort. Als ich das 1973 schrieb, war ich mit der Tatsache beschäftigt, daß sich viele Probleme der USA verschärfen würden, wenn das damalige Bevölkerungswachstum anhalten würde“.

Rick Weiss, sein Pressesprecher, stellte auf Anfragen klar, daß Holdren inzwischen „nicht mehr an Zwangsmaßnahmen zur Bevölkerungskontrolle (in den USA) glaube […] und er die Maßnahmen in dem Buch von 1977 nicht mehr vertrete“. Er selbst distanzierte sich nicht von ihnen, hielt dergleichen nur im Hinblick auf die USA für „nicht produktiv”. Näheres, lange Zitate und ganze abgelichtete Seiten aus dem Buch sollten Sie der Ungeheuerlichkeit wegen an dieser Quelle nachlesen.

Holdren ist, wie gesagt, Chefberater des Präsidenten der inzwischen aus Image-Gründen ausgewechselten US-Regierung. Sie glauben natürlich, daß so etwas unter einer demokratischen Regierung des Westens nicht vertreten und schon gar nicht umgesetzt werden kann. Aber Gelegenheit macht Diebe und Gelegenheiten (wie Wirtschaftskrisen) lassen sich schaffen, und sie werden geschaffen. Ihr Glaube schützt Sie davor, aktiv werden zu sollen. Sie glauben ja auch schon an den Klimawandel durch menschliche Aktivität – oder haben Sie ihn für so wichtig gehalten, sich (unabhängig von der Medien-Propaganda) zu informieren?

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Besinnung

Wir wünschen uns gerne ein frohes, ein fröhliches Weihnachtsfest, manchmal auch besinnliche Tage. Doch worauf soll sich die Besinnung alle Jahre wieder richten? Die meisten haben es vor lauter Weihnachtmännern, Nikoläusen, Lichtlein, Christkindlein, Ochs und Eselein etc. vergessen. Die eigentliche Antwort lautet: Gott ist Mensch geworden. Das ist bei aller Widersprüchlichkeit der Aussage vor allem ein Ärgernis für Juden, solange ein Messias nicht für Israel die Sonderverheißungen einleitet, von denen ihre heiligen Schriften träumen, für Moslems ein noch größeres, weil Gott ihnen so groß erscheint, daß Menschsein für ihn eine Beleidigung, eine unerhörte Blasphemie darstellen würde. Was aber meinen wir, wenn wir „Gott“ sagen? Die Antwort wäre: der „Schöpfer Himmels und der Erden“, und genau der soll (in geschichtlicher Zeit) „wesensgleich“ mit dem Menschen geworden sein. Das ist ein Ärgernis auch für viele unserer wissenschaftlichen Zeitgenossen.

An der Aussage ärgert vor allem die Konsequenz. Die besagt, daß Kreativität, Absicht, Zielsetzung und Selbstbewußtsein, die wir an uns Menschen kennen, auch dem zukommt, der Himmel und Erde, also alles, was ist, sein läßt. Eine solche Zumutung ärgert, weil damit unser absichtsvolles Tun und Schaffen als Geschöpfe in das Tun und Schaffen, welche Himmel und Erde hervorgebracht hat, eingewoben ist – es jedenfalls sein sollte. Wenn dem so ist, kann das Leben eines Menschen auch seinen Sinn verfehlen, sinnlos sein; und damit stellt sich die Aufgabe, für uns einen Sinn zu machen, der an den Sinn all dessen, was ist, „angebunden“ wäre (das bedeutet lateinisch „religio“). Und wo gäbe es eine verbindliche Vorlage für diesen Sinn? Nirgends! Er wäre im Endlichen frei zu schaffen, so wie der unendliche Schöpfer den seinen in Liebe, Weisheit und Können schafft. „Frei“, das heiße „im Einklang mit sich selbst“, so das Konzept der „Wesensgleichheit“ des altkirchlichen, christologischen Dogmas. Eine schwierige Aufgabe, die in der abendländischen Geschichte viele Menschen zur „Besinnung“ aber mehr noch zur Entsinnung gebracht hat. Besinnung erfüllt sich in Freude, Entsinnung im Spaß, der meist aus Entlastungen herrührt.

Es lebt sich scheinbar leichter und spaßiger in den Tag hinein, wobei man mitnimmt, was sich einem an Genüssen und Erfolgen aller Art bietet, um früher oder später in das Nichts zu verschwinden, das man mit einer solchen Orientierung neben sich selbst auch allem Sein als dessen eigentlichen Sinn und Zweck zumutet: Der Mensch wäre demnach ein Nichts und Gott sein größenwahnsinniger Traum. Darüber philosophiert es sich zynisch leicht. Doch vom Leben erwarten wir uns, wenn wir ehrlich zu uns sind und uns besinnen, etwas anderes, ohne recht sagen zu können, was, vermutlich eben Sinn. Wo uns sein Fehlen zur Besinnung kommt, werden wir unruhig und unzufrieden bis wir, wie es der Heilige Augustinus ausgedrückt hat, Ruhe finden in Gott, eine sehr aktive, umtriebige Ruhe übrigens.

Die Sinnfrage braucht einen nicht an die Grenzen des Universums zu treiben. Manchmal hilft schon der Hinweis auf ein Paradox: Müssen bei der ungeheuren Produktivkraft, die menschliche Kreativität hervorgebracht hat, so ungeheuer viele Menschen unermeßliche materielle Not wie zur Zeit? Da es die Not gibt, ist menschliche Kreativität, menschliches Wollen und Bezwecken offensichtlich fehlgeleitet. Daher scheint nicht Gott sondern eine Art Gegenstück Mensch geworden zu sein, etwas, was auf die Sinnfrage eine fast allgemeingültige, umfassende Antwort zu geben scheint und für die meisten auch gibt: das Geld. Statt Mittel zu sein, um die menschliche Arbeit auf einander abzustimmen, ist es für die meisten zu ihrem ureigenen Zweck geworden: „Warum nicht, wenn sich’s doch auszahlt“?

Das Wesen dessen umreißt ein Wort des größten Geldgurus der letzten Jahrzehnte: Alan Greenspan. Der Vorsitzender der privaten US-Notenbank Federal Reserve, antwortete auf die Frage des Vorsitzenden des US-Kongreßausschusses für Kredit und Banken am 7. Juni 1996, ob er versichern könne, daß er mit seiner Geldmengen-Steuerungspolitik einen Einbruch wie 1929 verhindern könne, folgendes: „Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren, nicht monetäre Techniken und Details können uns sicher davor retten, sondern nur allein der immer feste, inbrünstige Glaube aller an die Kraft des Geldes, unserer Geld-Verfassung der Freiheit und Demokratie. Wenn wir nicht mehr an den US-Dollar glauben, an die wunderbare Stärke der USA und ihre Aufgabe für die Welt, allen Wohlstand und Freiheit zu bringen, dann sind wir verloren. Und die Kräfte der Finsternis, die nur darauf warten uns zu verderben, werden die Oberhand gewinnen. Wir werden immer wieder nur gerettet in der göttlichen Vorsehung und seinem uns gnädigen Willen, wenn wir an die rettende Kraft des Geldes immer wieder so fest glauben, wie an Gott und unsere Verfassung. Denn unsere unabhängige Notenbank in ihrer Weisheit, ist mit der Verfassung unter Gott, unsere alleinige Garantie von Freiheit, Recht und Demokratie. Dafür lohnt es sich täglich für die Gnade zu beten, die uns als Chef der FED durch das Volk der Vereinigten Staaten und seinem Präsidenten anvertraut ist“. (Proceedings US-Congress, Washington DC, Bd. 555, S. 732 f). Wenn das kein Glaubensbekenntnis ist: Freiheit, für den, der Geld hat; Demokratie für die, die Stimmen und Meinungen kaufen können; und dies allen Menschen, auch außerhalb der USA, überzuziehen, das ist der Sinn der „aufgeklärten“ Religion unserer Tage, des Dollartums mit oder ohne nominell christliches Beiwerk. Dem huldigen nicht nur die USA, sondern westliche Politiker, die im Westen „anerkannten“ Eliten, auch solche in den christlichen Kirchen (die eben mit dem Strom der Zeit schwimmen, weil er sie trägt und es sich auszahlt). Diese Religion ist das Wesen des Westens, die Subsumtion aller Zwecke, Ziele und Absichten unter dem einen: „Das, was mir Geld bringt“. Deshalb soll jetzt auch – in London z.B. – das „Christliche“ vom Weihnachtsfest abgestreift werden. Nicht, weil es für Juden, Moslems, und die sich selbst beweihräuchernde Intelligenzija ein Ärgernis wäre, sondern weil es das eigentliche Wesen „des Westens“ in Frage stellt.

Mit der Umkehr der Besinnung, der Besinnung durch Geld, wird in einer Gesellschaft konsequenter Weise auch die Wahrheit verkehrt und die Lüge zur alles bestimmenden Größe. Warum, zum Beispiel, sterben junge Europäer und Amerikaner und Einheimische aller Altersschichten in Afghanistan? Wegen Freiheit und Demokratie? Oder weil die Taliban die Drogenhändler außer Landes getrieben hatten? Nach dem Sturz der Taliban erreichte der Drogenanbau in Afghanistan unter westlichem Schutz auf 150.000 ha Rekordernten. Rauschgift bringt Geld – je elender die Zeit, desto mehr Geld bringt es.

Geld soll für die Autoindustrie aufgewendet werden, um Arbeitsplätze zu erhalten, „denn ein Kollaps der Autoindustrie hätte verheerende Folgen für unsere Wirtschaft“, meinten Dana Perino, Pressesprecherin des Weißen Hauses, und alle ihre Nachbeter im Westen. Aber all die dafür aufgewendeten Milliarden bewirken nicht, daß deshalb sinnvoller Weise ein Auto mehr produziert wird. Der Grund für den Aufwand ist ein anderer: Die großen Autokonzerne hatten sich vor allem über Obligationen und andere Arten von Wertpapieren finanziert, diese sind in sogenannte Credit Default Swaps eingegangen, die sich allein in den USA nominell auf rund 290 Milliarden Dollar belaufen. Wenn nun einer der großen Autohersteller mit seinen hauseigenen Finanzinstitutionen das Handtuch werfen müßte, würde das den Finanzmärkten entsprechend Geld entziehen „Ein Kollaps der US-Autoindustrie würde zu einem Verlust von über einer Billion (Trillion) Dollar an Corporate Bonds, Credit Default Swaps und anderen Finanzinstrumenten führen“ äußerte der Demokratische Senator Carl Levin aus Michigan am 12. Dezember, und „das würde größere zusätzliche Löcher in die Bilanzen der US-Finanzinstitute reißen und eine weitere Granate auf den Kredit-, Finanz- und Derivate-Märkten platzen lassen“. Ein Bericht des J.P. Morgan Analytikers Eric Selle vom 11. Dezember errechnete, daß aus der US-Autoindustrie 10% des gesamten Junk Bond Marktes stammen. Ihr Einbruch würde eine „Kreditklemme II“ auslösen. Darum geht es und nicht um „Arbeitsplätze“. Die würde man leicht schaffen, wenn man z.B. alle Kraftwagen abschaffen und durch rot-grüne Eselfuhrwerke ersetzen würde. Dann hätte man zwar Arbeitsplätze aber nicht das, worum es „eigentlich“ gehen sollte: „Arbeitseinkommen“. Verkehrungen überall!

Das gilt auch für die gegenwärtigen Bemühungen zur angeblichen Bewältigung der Finanzkrise. Neben der Stützung der Papiere fließen Milliarden in angeblich „neue“ Technologien und entsprechende „Infrastrukturprojekte“. Aus früheren Krisen glaubt man zu wissen, daß erste eine neue Technologie, die ganz neue Industriezweige anregt aus einem Kondratieff-Tief, wie dem derzeitigen, herausführt. Das sollen nun „erneuerbare Energien“ schaffen. Dafür werden Milliarden aktiviert. Die „erneuerbaren Energien“ stellen aber keine neue, das würde bedeuten, eine „effizientere“ Technologie mit der entsprechenden Infrastruktur dar, sondern eine alte, überholte, weil ineffiziente. Ineffizientere Technologien sorgen dafür, daß Knappheit und Not zunimmt, daß weniger Menschen überleben können als mit den effizienteren, die abgeschafft werden soll (wie Kernenergie, Isotopenchemie etc.).

Ein Beispiel: Dieser Tage wurde der Transrapid, der Teil einer dringend benötigten, neuen Infrastruktur für den Langstrecken-Verkehr sein könnte, endgültig abgeschafft, weil dafür das Geld fehlte. Das gleiche gilt für neue Verkehrssysteme zur Güterversorgung und zum individualisierten Personenverkehr in den Ballungszentren. Sie wären erforderlich, weil alte Benzinkutschen bei allen raffinierten „Verbesserungen“ den gewachsenen Anforderungen nicht mehr gerecht werden können. Konzepte dafür liegen vor (Vgl. Böttiger, „Die Mobilität des Menschen“), aber für sie ist kein Geld da, weil die Milliarden in die Rettung der Wertpapiere fließen, danach in unerhebliche „erneuerbare Energien“ und, damit niemand etwas dagegen haben soll, noch etwas davon in die Renovierung von Schulgebäuden und Straßen.

„…Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte […], die komplette Politik der Bundesregierung auf diese Trends [„erneuerbare“ Energien, d.Red.] auszurichten. „Hier geht es nicht um Nischenmärkte und nicht um ein bißchen Wohlfühlökonomie jenseits des harten Geschäfts“, betonte Gabriel. „Es geht hier um viele Tausend Milliarden Euro und um die ökonomischen Leitmärkte, die das 21. Jahrhundert prägen werden“ (Timm Krägenow in der FTD vom 31.10.2006) Es geht also nicht um die Lösung der Krise, sondern um ihre Verschärfung, daher wird auch die Kreditfinanzierung beibehalten und sogar noch überzogen. Der Widerspruch zwischen Technischer Machbarkeit und unnötig gewordener Not soll gegen die technische Machbarkeit und damit für die Not entschieden werden. Die herbei spekulierte Geldkrise scheint das Mittel für diese Absicht zu sein, wie die absurde „Klimakatastrophe“ aufgrund von Kohlendioxid dafür die ideologische Rechtfertigung liefert.

Aber zu welchem Zweck? Im Juni 1979 ließen Unbekannte durch die Elberton Granite Finishing Corp. in Elbert County in Georgia, USA, fünf sechs Meter hohe Granitstelen, auf denen eine Steinplatte ruht, errichten: Die Georgia Guidestones to the Age of Reason. Darauf sind zehn Weisungen in acht Weltsprachen eingraviert, darunter die erste und zentrale: „Maintain Humanity under 500,000,000 in Perpetual Balance with Nature“ (halte die Weltbevölkerung auf 500 Millionen [knapp 10% der derzeitigen, d.Red.] im ständigen Gleichgewicht mit der Natur).

Als Sponsoren bekennt sich „a small group of AMERICANS who seek the AGE OF REASON“, und spielt damit auf das Buch gleichen Titels des amerikanischen Revolutionärs und aufgeklärten Deisten Thomas Paine an. Die Weisungen selbst ähneln denen der sogenannten Earth Charter, die 1987 von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen angeregt wurde und den Übergang zu einer Weltgesellschaft der nachhaltigen Entwicklung weisen will. Sie wurde von der UNO, unzähligen Umweltorganisationen und Prominenten wie Maurice Strong und Mikhail Gorbatschow, der niederländischen Regierung und anderen gefördert. Hierin deutet sich die Weltreligion an, mit der uns die von gleicher Seite aus geplante Weltregierung dereinst beglücken will. Ist es da fraglich, welchen Sinn unser Tun haben sollte?

Ein freudevolles Fest wünscht der Spatz!