Glauben, ein Ruhekissen

Die Rezession sei am abklingen, die Talsohle durchschritten, es geht wieder aufwärts – aber nur bei den Werten der Papiere, nur dort, und nur vorübergehend. Wir haben eine „Depression“, eine lange Wirtschaftsentwicklung in die falsche Richtung. Der Leitspruch Fritz Schäffers, des Finanzministers, dem wir einst das Wirtschaftswunder verdankten (und nicht der arbeitsscheuen Kanaille Ludwig Ehrhard, den uns die Propaganda dafür auftischt) lautete: „Arbeiten muß sich lohnen, nicht verwalten“. Nach diesem Prinzip hatte er in der „schlechten Zeit“ nicht nur die kriegsruinierte Wirtschaft schnell wieder in Gang gebracht, sondern noch den Julius-Turm mit mehreren Milliarden DM (etwa 100 Mrd. Euro heute) für eventuell nötige konjunkturelle Eingriffe angespart. Weil Schäffer den Verwaltern lästig wurde, verlor er 1957 das Finanzministeramt. Seitdem begann erst langsam, dann immer rascher die Schuldenmacherei, die inzwischen alles Produzieren erstickt und demnächst selbst Ihre Lebensversicherung verschlingen könnte: „Die jetzige Erfahrung zeigt, es kann passieren, daß auf einen Schlag erhebliche Teile der Altersvorsorge einfach entwertet werden“ (Volkswirtschafts-Professor Robert von Weizsäcker, TU München, nach dieser Quelle).

Heute lohnt sich nur noch das Verwalten, jedenfalls an der Spitze. Solange das nicht geändert und die produktive Wirtschaft entschuldet wird, bleibt uns die Depression erhalten. Schulden müssen bezahlt, weg-inflationiert oder storniert werden. Anstieg der Arbeitslosigkeit und Rückgang der Güterproduktion verlaufen so rasant wie noch nie seit 1945. Einzelhandelsumsätze und Hausneubauten sind auf den niedrigsten Stand seit dem 2. Weltkrieg gefallen. In den USA dauert die Zeit, die Arbeitslose brauchen, bis sie einen neuen Job gefunden haben, so lang wie seit 1948 nicht mehr. Und die Schulden der US-Konsumenten, im Jahr 1982 noch bei 12% des BIP, liegen nun bei 18%. Solche Zahlen besagen, daß etwas Entscheidendes umgestellt werden müßte. Aber was?

Sogenannte Stimulierungspakete helfen nicht, sie verzögern und verschlimmern nur das, was ohnehin läuft. Die US-Regierung und die FED haben zur Rettung der Wall Street und ihres Kurses Geld im Umfang von 150% des BruttoInlandProdukts (BIP) eingesetzt: 23 Billionen Dollar; die EU mit der EZB entsprechend. Kein Wunder, daß sich die Bosse bei Goldman Sachs und anderswo wieder Rekord-Bonuszahlungen leisten können! Stimulierungspakete laufen nur auf noch mehr Pleiten, Deflation, Zahlungsunfähigkeit in der produktiven Wirtschaft hinaus und möglicherweise schließlich auf eine Hyperinflation. Wenn man so viel Geld in die Hand nimmt, um die eingeschlagene Richtung zu vernebeln, dann steht Schlimmeres an. Was das sein könnte, erschließt sich einem nur indirekt.

Die US-Regierung hat gerade verfügt, die Hersteller von Impfstoffen gegen die sogenannte Schweinegrippe sowie die Verantwortlichen für die Impfungen von allen Strafverfahren und Schadensersatzforderungen frei zu stellen, die sich aus möglichen Folgen der Impfung ergeben könnten. Das trifft auch auf die Beifügungen, die sogenannten Adjuvans zu, die die Wirkung der Impfung steigern sollen und oft hochgiftig sind. Außerdem fördert die Regierung die Herstellung der Impfstoffe (für die, die sonst üblichen Sicherheitsprüfungen ausdrücklich ausgesetzt wurden!) und die Vorbereitung der Massenimpfungen mit sieben Milliarden Dollar. Die Europäer folgen den amerikanischen Vorgaben seit eh und je wie Schoßhündchen. Dem widerspricht die „Vorreiterrolle“ beim „Klimaschutz“ nur zum Schein.

Es gab schon einmal eine „Schweinegrippe“ in den USA. Damals wurden 40 Mio. Amerikaner geimpft. Dazu hatte ein Dr. D. Sencer, Leiter des Center of Diseases Control, US-Präsident Gerald Ford überredet. Ein US-Soldat war in Fort Dix angeblich an der Schweinegrippe gestorben, weil man ihn zwang, trotz Erkrankung an einem militärischen Gewaltmarsch teilzunehmen. Soweit es sich feststellen ließ, ist damals niemand sonst an der Grippe, aber sind mindestens 25 Menschen an den Folgen der Impfung gestorben. Neben anderen Folgeschäden waren auch rund 500 Menschen am Guillain-Barre-Syndrom, einer Entzündung des Nervensystems mit Lähmungsfolge erkrankt. Auf die US-Regierung war damals eine riesige Welle an Schadensersatzforderungen zugerollt und Mr. Sencer mußte seinen Hut nehmen. Das war im Jahre 1976. So was ist man dieses Mal zuvorgekommen.

Während die USA und Europa auf diese Weise vorsorgen, teilte die WHO, welche die Schweinegrippe (H1N1) zur weltbedrohlichen Pandemie aufgeblasen hatte, am 16. Juli mit: „Die Zählung der Einzelfälle ist nicht mehr wichtig […] Für die Pandemie ist bisher die Geringfügigkeit ihrer Symptome bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten charakteristisch. Die Patienten genesen in der Regel sogar ohne medizinische Behandlung innerhalb einer Woche nach Auftreten der Symptome […] Aus all diesen Gründen, wird die WHO künftig die Tabellen, die die Anzahl der bestätigten Fälle für alle Länder aufweisen, nicht mehr herausgeben“. Allerdings muß es dabei nicht bleiben: radikale Schwarzseher verweisen auf Giftstoffe, wie z.B. das Polypeptid Ricin aus dem Samen der Pflanze, aus der auch Rizinusöl gewonnen wird. Ricin ruft schon in geringsten Mengen grippeähnliche Symptome mit Todesfolge hervor. Es ließe sich gegebenenfalls über ganze Landstriche versprühen.

Was hat das mit der Finanzkrise zu tun? Wenn Sie davon ausgehen, daß nur das allmächtige Schicksal Wirtschaftskrisen erzeugt, natürlich nichts. Wenn Ihnen angesichts der hohen Konzentration insbesondere der Finanzen an dem Freier-Markt-Dogma Zweifel kommen und Sie zu verpönten Verschwörungstheorien neigen, könnten Sie folgende Zusammenhänge zum Nachdenken bringen: Die neuesten Impf-Maßnahmen in den USA gehen auf einen John P. Holdren zurück. Er ist oberster Wissenschafts- und Technologie-Berater von Präsident Obama. Holdren brachte dreißigjährige Erfahrungen mit ins Amt. 1977, ein Jahr nach dem ersten Schweinegrippen-Desaster hatte er bei W.H. Freeman & Co., San Francisco, zusammen mit Paul und Anna Ehrlich ein dickes, „wissenschaftliches“ Buch mit dem Titel „Ecoscience, Population, Resources, Environment“ veröffentlicht.

Lassen Sie uns dazu etwas ausholen: 1974 war Nelson Rockefeller als Vertreter der USA auf der UNO-Bevölkerungskonferenz in Bukarest gescheitert. Er wollte den Regierungen der Dritten Welt eine Strategie zur Bevölkerungsreduktion aufs Auge drücken. Diese sahen in den Vorschlägen die wildeste Form des Imperialismus und lehnten sie vehement ab. Im Dezember des gleichen Jahres faßte Henry Kissinger Rockefellers Ideen zusammen, verband sie mit einer mehr Erfolg versprechenden Durchsetzungs-Strategie und reichte sie als geheimes National Security Study Memorandum 200 „Implications of Worldwide Population Growth for the US Security and Overseas Interests“ bei der US-Regierung ein. Diese erhob das Konzept im November 1975 zu ihrer geheimen Politik-Richtlinie. In dem 1980 freigegebenen aber im Archiv versteckten Papier wurde unmißverständlich dargelegt, daß die wachsende Bevölkerung der Dritten Welt den Zugriff der USA auf die dortigen Rohstoffe gefährde, daß man aber nicht unmittelbar deren Reduktion fordern könne („In these sensitive relations, however, it is important in style as well as substance to avoid the appearance of coercion“). Dies solle viel mehr über UN-Gremien im Kontext von Umweltschutz und als Gegenleistung für Nahrungs- und Entwicklungs-Hilfe geschehen (Kissinger sprach von „food weapon“, Nahrungsmittelwaffe. Daraus wurde inzwischen die Energie-Waffe), wobei offen auf die Korrumpierbarkeit von Führern in Regierungen und Umweltverbänden gesetzt wird. 1976 folgte das Desaster Schweinegrippe, danach erschien Holdrens Buch und 1979 übernahm die Volksrepublik China unter Deng Xiaoping als Gegenleistung für die Anerkennung durch die USA das Kissinger/Holdren-Konzept der „ein Kind Familie“.

Holdrens Buch diskutiert eine Reihe von Möglichkeiten, die Weltbevölkerung zu verringern, um der „größten Bedrohung der Menschheit“ von damals, der Übervölkerung zu begegnen. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehörten:

  • Heimliche Sterilisation der gesamten Bevölkerung, in dem man dem Trinkwasser und Nahrungsmitteln der Bevölkerung unfruchtbar machende Chemikalien zusetzt.
  • Legalisierung „obligatorischer Abtreibungen“ auch gegen den Willen der Schwangeren, die bereits ein Kind haben und sich weigern das zweite abzutreiben.
  • Babys, die außerehelich oder von zu jungen Müttern geboren wurden, solle die Regierung requirieren und zur Adoption freigeben und alleinerziehende Mütter müßten den Nachweis erbringen, daß sie für das Kind sorgen können. (Die Lizensierung des Kinderkriegens)
  • Die Einführung eines Systems der „unfreiwilligen Verhütung“. Männern und Frauen solle ab der Pubertät eine unfruchtbar machende Vorrichtung verpaßt werden, die erst bei Erlaubnis der Regierung, ein Kind bekommen zu dürfen, zeitweise zu entfernen sei.
  • Dauerhafte Sterilisation von Menschen, welche bereits zu viele Kinder haben oder von denen die Behörde annimmt, daß sie zum „allgemeinen sozialen Verfall“ beigetragen.
  • Ein Gesetz, welches das Gebären von mehr als zwei Kindern kriminalisiert.
  • Durchführung und Kontrolle dieser Politik durch eine transnationale, zentralisierte „planetare Regierung“, ausgestattet mit einer „globalen Polizeistreitmacht“ mit der Vollmacht, die maximale Bevölkerungszahl für jedes Landes verbindlich vorzuschreiben.

Holdren hat diese Ziele seither nie widerrufen, sondern erst bei seiner Berufung ins Amt etwas abgemildert. Als Begründung bemüht er nun den „Klimawandel“. Er befürwortet auch „groß angelegte Geoengineering-Projekte zur Abkühlung der Erde“, wie zum Beispiel „das Versprühen von Partikeln in der oberen Atmosphäre, um die Strahlen der Sonne zu reflektieren“ – sogenannte „Chemtrails“ also, die einige Schwarzseher bereits am Himmel beobachtet haben wollen.

Vor der Ernennung zum Chef-Berater des US-Präsidenten mußte Mr. Holdren Fragen von Senator David Vitter beantworten: „1973 haben Sie eine Minderung der Fruchtbarkeit weit unter die Aufrechterhaltung [der Bevölkerung der USA, HB] ermutigt, weil 280 Millionen im Jahr 2040 wahrscheinlich zu viele wären […] Welche Anzahl würden sie heute für die USA für angemessen halten?“ Und die Antwort: „Ich halte es nicht mehr für produktiv, Senator, auf eine optimal Bevölkerungszahl der USA abzuheben. Ich denke, keiner von uns weiß hierzu die richtige Antwort. Als ich das 1973 schrieb, war ich mit der Tatsache beschäftigt, daß sich viele Probleme der USA verschärfen würden, wenn das damalige Bevölkerungswachstum anhalten würde“.

Rick Weiss, sein Pressesprecher, stellte auf Anfragen klar, daß Holdren inzwischen „nicht mehr an Zwangsmaßnahmen zur Bevölkerungskontrolle (in den USA) glaube […] und er die Maßnahmen in dem Buch von 1977 nicht mehr vertrete“. Er selbst distanzierte sich nicht von ihnen, hielt dergleichen nur im Hinblick auf die USA für „nicht produktiv”. Näheres, lange Zitate und ganze abgelichtete Seiten aus dem Buch sollten Sie der Ungeheuerlichkeit wegen an dieser Quelle nachlesen.

Holdren ist, wie gesagt, Chefberater des Präsidenten der inzwischen aus Image-Gründen ausgewechselten US-Regierung. Sie glauben natürlich, daß so etwas unter einer demokratischen Regierung des Westens nicht vertreten und schon gar nicht umgesetzt werden kann. Aber Gelegenheit macht Diebe und Gelegenheiten (wie Wirtschaftskrisen) lassen sich schaffen, und sie werden geschaffen. Ihr Glaube schützt Sie davor, aktiv werden zu sollen. Sie glauben ja auch schon an den Klimawandel durch menschliche Aktivität – oder haben Sie ihn für so wichtig gehalten, sich (unabhängig von der Medien-Propaganda) zu informieren?

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Grüne Träume

Bei der Wahl zum EU-Parlament haben Grüne und Konservativen Erfolge erzielt. Die De-Industrialisierungs-Grünen werden die europäische Klima-Betrugs-Position (Beleg: Mein Buch zum Klimawandel) bei der Weltklimashow in Kopenhagen im Dezember stärken. Doch müssen die Pseudo-Klimaschützer einen mit 267 von 736 Sitzen relativ stark gewordenen konservativen Block angehen, der ihnen im letzten Jahr die gegen Industrie und technischen Fortschritt gerichtete Klimagesetzgebung ziemlich verwässern konnte, meinte Pete Harrison von Reuters am 8. Juni 2009. Ach, wenn er mit Letzterem doch Recht hätte.

Der Ministerpräsident Schwedens, Fredrik Reinfeldt erklärte kürzlich noch einmal, worum es beim Klimaschutz geht. „Eine Kohlendioxidsteuer erfüllt die Aufgabe, den Klimawandel zu bekämpfen. Schweden hat seit 20 Jahren eine solche Steuer, sie belegt Emissionen mit einem Preis und regt eine höhere Energieeffizienz an. Jetzt versuche ich meine Kollegen davon zu überzeugen, das gleiche zu tun“ (Dagens Nyheter vom 10. Juni). Seine 27 EU-Kollegen werden angesichts ihrer Milliardenspenden an die notleidende Zocker-Gemeinschaft und entsprechend leerer Kassen, dem Rat gerne folgen – aber erst nach der nächsten Wahl.

Schweden hat mit viel Wasserkraft und Frankreich mit der Kernenergie einen „komparativen“ Vorteil: Sollen die anderen mit solchen Steuern doch ihre Industrie kaputt machen. Die Chinesen denken ähnlich. Höflich, wie immer, sperren sie sich „nicht prinzipiell“ gegen das Mitspielen im Klimatheater, mit dem die Westler wirtschaftlich aufstrebende Länder über den Tisch ziehen wollen. Doch sie knüpfen daran hohe Bedingungen: Die grünen Schickimicki-Westler sollten zuvor hohe finanzielle Abgaben für die Entwicklung in ihren früheren Kolonien leisten. Vielleicht tun sie das auch, um den Tricksern bei ihrer derzeitigen Finanzlage den Spaß am Pseudoklimaschutz auszutreiben. Indien und Brasilien scheinen ähnlich zu taktieren.

Die westlichen Regierungen brauchen für die notleidende Finanzwirtschaft, die sie fest im Griff hat, dringend Geld. Und so ist ihnen jedes Mittel Recht. Wie am 9. Juni im Anzeiger für Harlingerland zu lesen „Wir sind Heizer im Treibhaus“: „Den Jugendlichen stockte zeitweise der Atem: Bilder von der Überflußgesellschaft mit PS-starken Autos in Massen wechselten ab mit Aufnahmen von verheerenden Sturmfluten, Dürrekatastrophen, Überschwemmungen. Keine Frage, die Multivision „Klima & Energie“, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND, ein Hauptgegner der Kernenergie) an mehreren Schulen im Landkreis zeigt, verfehlt ihre Wirkung nicht. Das bundesweite (Ver)Bildungsprojekt will Kinder (!) und Jugendliche für die Idee des Klimaschutzes mit aktiver (Ver)Bildungsarbeit begeistern“ [Klammern ergänzt, HB]. Indoktrination statt Bildung, das war die Soziologen-Schulreform in Deutschland. Unterstützt wird das Projekt der Umweltspendenjäger, von der Stadt und dem Landkreis Wittmund, der EG Wittmund, der EWE und OLB“. Eine Schülerin meinte: „Warum geben die Politiker Milliarden für Unternehmen aus und nicht für das Klima?“ „Die Politik kam insgesamt nicht gut weg in der Diskussion“ kommentiert die Zeitung. Die Schülerin konnte nicht wissen, daß beides in die gleiche Kasse der Initiator des Klimaschutzes fließt, der privaten Hochfinanz. Wenn die Politik dabei schlecht wegkommen sollte, dann nur, weil man dort daran denkt, sie ganz einzusparen. Die Direktiven einiger weniger Technokraten hält man für effektiver – vor allem dann, wenn die Bürger aufwachen, wenn sie merken sollten, daß man ihre materielle Versorgung genauso wie ihre Ersparnisse absichtlich verspielt. Dazu freilich müßte man erst – leider – meist durch Schaden klug werden.

„Ein klimaverträglicher Umbau der Weltwirtschaft wird Wachstum kosten. Aber das ist ein geringer Preis im Vergleich zu den Kosten des Nichtstuns“ (wie: „Sie ‚sparen‘ XXX Euros, wenn sie dieses Schnäppchen kaufen!)“, meinte Dirk Messner, der Vize-Vorsitzende des Beirates der Bundesregierung für globale Umweltveränderungen (laut FAZ vom 5. Juni) und drängt die Bonner Klimaschutzkonferenz zur Eile. Denn die Klimaverhandlungen scheinen auf der Stelle zu treten. Und wenn sie gar scheiterten? Der Beamte spult dagegen die angelernten, unbegründeten, mit quasiwissenschaftlichen Computer-Simulationen aufgeblasenen heiliger-Gott-steh-mir-bei-Sprüche ab: Temperaturerhöhungen um 3,5 bis 7 Grad Celsius, Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen, Wasserknappheit rund um den Erdball, die Bedrohung vieler Menschen durch Extremwetterereignisse und massive Migrationsströme. Abgesehen von der unauffindbaren Erwärmung durch CO2 und den phantasierten Extremwetterereignissen sind alles übrige die logischen Folgen der Finanzpolitik, die in „bevölkerungspolitischer“ Absicht betrieben oder zugelassen wird. Jeder „Intellektuelle“ sollte das, wenn er einer wäre, wissen, aber alle halten mit aufgehaltener Hand das Maul (ohne Intelligenz auf das zu verschwenden, was sie nachplappern).

„Schwellen- und Entwicklungsländer erwarten Milliardenhilfen für die Anpassung an den Klimawandel und den Technologietransfer. McKinsey-Untersuchungen zeigen, daß jährlich etwa 100 Milliarden Euro notwendig wären, um den Technologietransfer zur Reduzierung von Treibhausgasen in den Entwicklungsländern rasch voranzubringen. Zudem wird geschätzt, daß wir etwa 30 bis 50 Milliarden Euro (jährlich) benötigen, um die Anpassung der Entwicklungsländer an den Klimawandel, der von den Industrieländern verursacht wird, zu unterstützen“. Auch das ist nicht ernst gemeint. Die Entwicklungsländer brauchen das Geld, um ihre Schulden bei den Chefs der „economic hitmen“ zu bezahlen. Wenn nun Leute mit noch etwas Vermögen dafür einspringen sollen, muß überzeugen: „Klimaschutz“ oder zwingen. „Deshalb braucht die Weltgemeinschaft einen neuen Sanktionsmechanismus gegen Klimasünder. Denn anders wird es nicht gehen. Werden Reduktionsverpflichtungen nicht eingehalten, sollten entsprechende Geldstrafen erfolgen. Denkbar wären auch handelspolitische Reaktionen wie Strafzölle“, meint Dirk Messner von der Bundesregierung.

Koch-Weser, Berater der Deutschen Bank denkt genauso (Kunststück, als Zwischenchef der Bundesregierung): „Es wäre unrealistisch zu meinen, wir schafften das Ziel einer Verringerung der Treibhausgase bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990, wenn wir nicht Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien zum Mitmachen bewegen“. Bei den Kosten verweist er, gleichlautend wie die Bundesregierung, auf jüngste Studien, aber diesmal der amerikanischen Stiftung „ClimateWorks“: „Weil die öffentlichen Haushalte der Industrieländer diese Mittel nicht aufbringen können, muß der größte Teil aus den Erlösen des Emissionshandels abgezweigt werden. Daher sollten möglichst alle Zertifikate versteigert werden, wenn es ein globales Klimaabkommen gibt“. Wer bezahlt diese „Erlöse“? Natürlich Sie, mit jedem Joghurt-Becher oder wenn Sie Ihre Suppe kochen. China will Geld als Entschädigung für seine verlorenen Dollarinvestitionen, die anderen für den fälligen Schuldendienst. Der Rest ist Propaganda wie die Behauptung: „Hier entstehen neue Quellen des Wachstums“ (allenfalls von Not und Elend) (FAZ 05. Juni).

Am 05.Juni meldete auch das japanische Finanzministerium jüngste Daten der Leistungsbilanz. Der Überschuß brach im Vergleich zum Vorjahresmonat um 54% ein. Die Ausfuhren sanken nach ersten Schätzungen des japanischen Finanzministeriums für den Monat Mai um 41% gegenüber dem Vorjahresmonat, nach minus 39,1% im April, minus 45,5% im März und minus 49,4% im Februar 2009. Ähnlich verhielten sich dort die Importe. Bei uns sieht es ähnlich aus. Unsere LKW-Transportunternehmen melden im Vergleich zum Vorjahr Rückgänge um 13%. Flugzeuge transportieren 21% weniger Fracht. Bei der Schiffahrt brachen die Frachtraten schon seit dem letzen Jahr um 90% ein. Eine wirtschaftliche Erholung sähe anders aus! „Gürtel enger schnallen“ lautet der Befehl der Wall Street für die Welt, und alle Promis gehorchen, indem sie bei ihren gläubigen Untergebenen kräftig zuziehen, während diese versuchen, das Klima durch Zurückhalten ihrer Blähungen zu schützen.

In Rußland zieht man andere Schlüsse. Dort belebt man das nationale Programm für Thermonuklearforschung, sagte der Direktor des russischen Kernforschungszentrums „Kurtschatow-Institut“, Michail Kowaltschuk, am 4. Juni auf einer Pressekonferenz in Moskau. Im Kurtschatow-Institut waren die ersten Vorbilder für Fusionsreaktoren (Tokomak) entwickelt worden. Dieses Programm werde derzeit wieder aufgenommen. Ein neuer Tokomak-Reaktor (T-10) sei bereits angefahren, eine weitere Tokomak-Anlage (T-15) für den Start vorbereitet worden, sagte der Institutsdirektor und weiter: „Wir müssen einsehen: Wenn wir diese Technologien nicht besitzen, werden unsere Wissenschaftler in zehn Jahren, wenn irgendwo ein ITER gebaut worden ist, im günstigsten Fall noch einen Hilfsjob finden“. Unsere rotgrün-indoktrinierten Kinder werden sich dann allenfalls noch als Straßenfeger andienen können oder als Komiker billiger Unterhaltungssendungen.

„Das bevorstehende Weltgetreideforum in St. Petersburg (am 6. und 7. Juni) kommt zur rechten Zeit, weil der Kampf gegen die Hungersnot weltweit derzeit in einer kritischen Phase steckt“ sagte Sheila Sisulu, Vizedirektorin des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen, am 4. Juni in einem Interview für RIA Novosti. Die Weltwirtschaftskrise habe Getreide und andere Lebensmittel für viele Menschen unerschwinglich gemacht. Sie reise nach St. Petersburg, um die unerträgliche Lage der Milliarde unterernährter Menschen weltweit zu betonen und über Schritte zu berichten, die das Welternährungsprogramm in diesem Jahr unternehme, um den Bedürftigen in 74 Staaten zu helfen. Um das Problem zu lösen, müßte die Lebensmittelproduktion gesteigert, die Lebensmittellieferungen von Beschränkungen und übermäßigen Steuern befreit werden, sagte Sisulu. „Wir erwarten ein ergebnisreiches Treffen und freuen uns darüber, daß Rußland dabei weiter eine führende Rolle spielt“.

Die deutsche Bundesregierung will dagegen an ihren Plänen zum Ausbau der Nutzung von Agrartreibstoffen festhalten. Das Parlament bestätigt die Ausbaupläne im Grundsatz. Allenfalls könne „der Ausbau der zunehmenden Verwendung von Biokraftstoffen langsamer als bisher geplant erfolgen“ (Deutscher Bundestag, Drucksache 16/12466, 25.03.2009). Entsprechend faßte der Bundestag kürzlich den Beschluß, der Agrar-Treibstoffindustrie mit Steuerhilfen in Höhe von 279 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Der Bundesrat ist damit nicht zufrieden, er fordert eine „höhere Beimischungsquote für Biosprit“, und „Steuererleichterungen für Biodiesel und Pflanzenöl“. (Pressemitteilung des Bundesrats vom 05.06.2009) Davon profitieren Unternehmen wie die Itzehoer PROKON Regenerative Energien GmbH und Co. KG, die ihren Anlegern von 2003 bis 2007 alljährlich Renditen von sieben bis acht Prozent beschert hat (Quelle). PROKON und die Münchener Flora Ecopower Holding AG, versuchen sich durch langjährige Pachtverträge in Afrika Anbauflächen für Agrartreibstoffe zu sichern. PROKON begann mit 10.000 Hektar in Tansania und strebt den Erwerb weiterer 200.000 Hektar an. Flora Ecopower verfügt über 15.000 Hektar in Hungerland Äthiopien (für das Sie spenden dürfen!) und strebt Ähnliches in Madagaskar an. Auch dort grassiert Hunger in der Bevölkerung.

Zwar fordert die Bundesregierung für Biosprit aus „Palmöl“. eine Art (kostenpflichtige) Zertifizierung. Dabei wird die Berücksichtigung „sozialer Aspekte“ wie Sklaven- und Kinderarbeit aber nur unverbindlich „empfohlen“. „Erste Pilotauditierungen für Palmöl aus Malaysia abgeschlossen“ [unter Aufsicht des WWF, HB] meldete die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 06.05.2009.

Den Pflanzen ihr CO2, den Menschen ihr Brot wegnehmen, heißt heute „Umweltschutz“.

Geld regiert…

…sagt man. Aber ist es auch so? Oder regieren doch eher Menschen mit Geld? Wie sie das tun, versuchte der letzte Spatz zu zeigen (weil angeblich unverständlich, heute etwas einfacher). Die amerikanische Zentralbank (FED) wurde von Obama gerade wieder ermächtigt, 1,75 Billionen Dollar zu drucken, um Schatzanleihen zu kaufen. Die Bank of England tut das noch mal mit 75 Milliarden Pfund. Alle anderes tun es auch. Vor 14 Tagen hat die europäische Zentralbank erklärt, sie wolle mehr Geld in Umlauf bringen, um damit Unternehmensanleihen zu kaufen. Selbst die Schweiz druckt Geld – so viel, daß die Geldmenge M2 um 30% im Jahr wächst. Es werden Anleihen mit Geld gekauft, das die Zentralbanken mit Hokuspokus elektronisch aus dem Hut ziehen. Und was wird damit geschehen?

Das marktwirtschaftliche Glaubensbekenntnis lehrt: steigt das Geldangebot steigen die Preise, wenn sonst nichts geschieht. Nun steigt die Geldmenge, allein schon die M1 in den USA um 14% pro Jahr. Doch die Verbraucherpreise steigen nicht mit. Angeblich fallen sie dort sogar seit einigen Wochen. Normalerweise will Geld einkaufen gehen und den Betrieben die benötigten Waren aus dem Lager nehmen. Da beim Essen bekanntlich der Appetit wächst, eilt es immer schneller von einer Kasse zur nächsten und vermehrt sich im Laufschritt. Durchläuft ein Dollarbetrag am gleichen Tag drei Kassen oder Konten, dann ist das so wie eine Verdreifachung der Geldmenge. Mit der Geldmenge steigen, die Preise, um Appetit auf gewinnbringende Produktionssteigerungen zu wecken. Aber das Geld erscheint nicht auf dem Markt, es bleibt in Geldbeuteln oder auf Bankkonten kleben.

Es blieb auch nicht alles beim Alten: es gab ein neuer Markt, den Finanzmarkt. Schrie dort etwa einer, bevor die Preise steigen „Inflation“ und drehte den Hahn ab? Sie wissen natürlich warum. Wenn auf dem alten Markt die Preise steigen, verkauft man auf dem neuen die Papiere, um sich rechtzeitig mit Waren einzudecken, bevor sie teurer werden. 1923 waren Arbeiter ohne arbeitsloses Familienmitglied angeschmiert: Wenn sie mit der Lohntüte zum Bäcker kamen, war das Brot bereits unerschwinglich, weil die Ehefrauen der anderen schon eingekauft hatten, während sie noch unter der Dusche standen (wenn es die schon gab).

Aber heute geht keiner mehr einkaufen. Im Gegenteil, wo man früher mit Kunden-, Hypotheken- oder sonstigen Krediten geschwelgt hatte, wird jetzt der Dollar herumgedreht. Wird er das? Kaum, der Dollar kommt dort gar nicht an. Auf dem Weg dorthin hat ihn schon die fällige Zinsrate weggeschnappt und vom einstigen „Konsumrausch“ war nichts mehr da, für das man als „Sicherheit“ im Pfandhaus oder auf der Bank hätte Kredit bekommen können. Alles schon verpfändet! Aber irgendwo muß das neue Geld doch hingeflossen sein!

Die Regierung hatte sich alles so schön ausgedacht. Sie würde damit Anleihen kaufen und dadurch Kaufkraft auf den Markt bringen. Doch verschwinden die Anleihen nicht aus den Büchern der Betriebe, wenn sie statt in den Büchern der Banken nun in denen der zuständigen Stellen stehen. Zinsen müssen gezahlt werden und die Sicherheiten bleiben verpfändet. Und damit geht weder im Betrieb noch im Haushalt etwas. Aber nun kann man die Haushalte gegen die Betriebe (die Leute entlassen) und die Betriebe gegen die Haushalte (d.h. die Gewerkschaften, die verhindern wollen, daß die Löhne, um „Arbeitsplätze zu erhalten“, gegen Null gehen, wie es „der Markt“ verlangt) aufhetzen und sie darauf vorbereiten, nach dem Takt der Einpeitscher (Medien, Parteien) zum Gaudium der Bankiers auf einander einzudreschen. Bitte, Sie können wählen, sie können rechts oder links mitschreien bzw. ihre Stimme abgeben!

Die Markt-Priester erwarten von der Geldvermehrung neue Kaufkraft und mit der entfachten Inflation neue „Kauflust“ (bzw. Kaufzwang). Kommt zu viel davon auf, wollen sie die eingesammelten Anleihen wieder verkaufen, um Geld vom Markt zu nehmen, und dadurch die „Inflation“ einzudämmen. Aber wer wird noch Anleihen kaufen wollen/können? Vielleicht Ihre Rentenkasse, die Ihre Rente in Papier anlegt. Und was bleibt der? Doch nur das, was sie den jetzt schon viel zu vielen Rentnern vorenthalten kann. Politiker meinen, sie würden die Wirtschaft (wie „das Klima“) retten, wenn sie Schulden machen, Geld ausgeben, damit Papiere die Bank wechseln und der Staat zur eigentlichen „Bad Bank“ wird (wenn er es nicht schon längst wäre). Hat die Bank ihre „schlechten“ Papiere los, hat sie zwar Geld aber noch keine kreditwürdigen Kunden, denen sie das Geld mit Gewinnerwartung geben könnte. Sie kann damit Löcher stopfen, die sie zuvor unter dem Ladentisch mit sogenannten OTCs außerhalb ihrer Bücher aufgerissen hatte und bisher nur mit heißer Luft (und dem Nicht-hinsehen-wollen der Aufsichtsbehörde) füllen konnte.

Aber irgend jemand bekommt das Geld schließlich doch, – ja, die Oberbanken, die das Löcher-Aufreißen gekonnt in Mode gebracht hatten. Und was machen die damit? Sehen Sie: Die Kurse der Papiere der Regierung, die den Hokuspokus der Geldvermehrung mit Schulden bei der Zentralbank ermöglicht hat, fallen, weil ihre bisherigen Käufer trotz „sicherer Zinsen“ das Schlimmste befürchten. Macht das Schule, wird sich auf den Weltmarkt eine Schlammlawine an unverkäuflichen Papieren (Dollar, Euro etc) ausbreiten. Verzweifelte Geldbesitzer werden versuchen, ihre Papiere los zu werden und alles aufkaufen, worauf Menschen überhaupt nicht verzichten können: Nahrungsmittel, Energie, Wasser, Luft (CO2-Emissionssrechte!) oder aber, man zwingt die Papieren anderen auf (mit militärischer Gewalt oder Umweltmaßnahmen wie Wetterumleitung, Erdbeben etc. – so etwas geschieht inzwischen). Also, um es kurz zu machen: Sie benutzen das Geld als Machtmittel, um kleine Leute noch kleiner und erbärmlicher zu machen. Wer kann so etwas schon wollen?

„Ja, die Banken haben Fehler gemacht. Zum Teil sogar schwere Fehler“ gestand der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Dr. Josef Ackermann, in seiner Rede am Dienstag 26. Mai vor der Hauptversammlung für die Presse und Klein-Dummchen ein, damit die sich gut fühlen („Hab ich doch schon immer gewußt“). Er geißelte die Banker, weil sie sich verkalkuliert und Risiken übersehen hatten, und jammerte über die Komplexität und Intransparenz der Finanzprodukte usw. Auch auf andere hieb er ein, die US-Regierung, die FED, die Aufsichtsbehörden und selbst die Rating-Agenturen. Na, gib’s denen nur! Recht hatte er, nur welche Konsequenzen zieht er, ziehen wir daraus? Laßt die Gleichen weiter machen, wählt sie wie eh und je – zum Beispiel demnächst bei der Europawahl?

Herr Ackermann ist nicht irgendwer, der Schweizer Bankier ist nicht nur CEO der Deutschen Bank, sondern auch Direktor bei Royal Dutch Shell, sitzt im Siemens Vorstand, gehört dem International Advisory Council der Zurich Financial Services Group an, steht dem Board of The Institute International of Finance, der einzigen Weltvereinigung der Finanzwirtschaft vor, ist Vize im Foundation Board of the World Economic Forum (Quelle) usw. Wenn einer Bescheid wußte, dann er. Nun kam er geradewegs aus Griechenland, dem militärisch am besten behüteten Forum der westlichen Weltelite, wo gerade die „Bilderberger“ ihr Vorgehen in der Finanzkrise abgestimmt hatten (Was natürlich keinen der prinzipiellen Gegner von Verschwörungstheorien interessieren darf, sonst erginge es ihm wie Charlie Skelton von der etablierten The Guardian, der dort eine erstaunliche Bekehrung erlebt hatte – vgl. seine Kolumne „Our Man at Bilderberg“ täglich vom 13. bis 19. Mai).

Kurz nach dem Meeting berichtete Jim Tucker über den gemeinsamen Plan, den der frühere schwedische Premier Carl Bildt vortragen durfte: ein Weltgesundheitsministerium und ein Weltfinanzministerium. Über den Vorschlag eine kürzere statt der geplanten zehnjährigen Wirtschaftsdepression zu veranstalten, um die Kontrolle nicht zu verlieren, geriet man sich in die Haare (Quelle).

Das will die Macedonian International News Agency am 21. Mai aus einem „neuen Kremelbericht” erfahren haben. Danach mußte „die obskure Bilderberg Gruppe, die letzte Woche ihr Jahrestreffen in Griechenland durchgeführt hatte, feststellen, daß die Finanz-, Polit- und Unternehmens-Elite des Westens nach ihrem Konklave zu der Überzeugung gekommen sei, […] daß auf dem Weg zu ihrer Neuen Weltordnung der US-Dollar ‚totally destroyed’ werden müsse“. Und weiter „Die meisten der Reichsten in der Elite des Westens“ hätten sich auf bisher nicht dagewesener Weise unter Führung David Rockefeller in New York getroffen „to plot the demise of the US Dollar“ (Quelle). Gemeint war das Treffen der Hardliner am 5. Mai in der Wohnung des Nobelpreisträgers und Biochemiker Paul Nurse an der Rockefeller Universität. Dort waren u.a. Bill Gates, Buffett, New Yorks Bürgermeister Bloomberg, George Soros, Eli Broad, Oprah Winfrey, David Rockefeller und Ted Turner. Es ging darum, wie man am beste mit dem „global slump“ und den eigenen „charitable activities“ umginge (Quelle).

Näheres darüber stand, wenn auch nur verwaschen, in der London Times (vom 24. Mai). Sie „erwogen, wie sie ihren Reichtum einsetzen konnten, um das Anwachsen der Weltbevölkerung zu verlangsamen“ und wie sie „vereint die politischen und religiösen Widerstände gegen den Wechsel [hin zur Bevölkerungsreduktion, HB] überwinden“. Die Nachmittagssitzung der Milliardäre sei besonders abgesichert gewesen, man „einigte sich dabei, daß der Übervölkerung die erste Priorität zukomme“ „daß das Problem als eine potentiell katastrophale Umwelt-, soziale und industrielle Bedrohung zu behandeln“ sei und „sich die Klimapolitik dabei als besonders hilfreich“ erweise. Schließlich beschloß man, „unabhängig von Regierungsstellen vorzugehen, weil die unfähig seien, mit dem Desaster, we all see looming, umzugehen“. Ein befragter Gast sagte der Zeitung noch, „Sie wollten als Reichen frei unter sich sprechen, ohne die Sorge, daß etwas davon in der Zeitung erschiene und sie als eine Art alternative Weltregierung dargestellt würden“ (Quelle).

Bei dem Milliardärs-Treffen war auch ein Peter G. Peterson zugegen. Er war früher unter Nixon Handelsminister und CEO bei Lehman Brothers, Kuhn, Loeb Inc.; er übernahm, als David Rockefeller ihn 1984 abgab, den Vorsitz im Council on Foreign Relations, und stand von 2000 bis 2004 der New York Federal Reserve Bank vor. Dann gründete er das Peterson Institute for International Economics, den wichtigsten Finanzplanungs- und Propaganda-Stab der Welt für gehobene Kreise (Quelle). Im Vorstand seines Instituts sitzt neben David Rockefeller dessen Mitbewerber um die Weltmacht, Lynn Forester de Rothschild, dazu Jean-Claude Trichet von der EZB und Paul A. Volcker, der Leiter von Obamas Economic Recovery Advisory Board.

Noch Fragen? Also ruhig weiter machen wie bisher und vor allem bei der Europawahl die „alten Hasen“ wählen, die schon immer den Rockefellers und Rothschilds zur Hand gegangen waren? Was sonst? Oder Parteien, wie „Der Aufbruch“, der zwar auch gegen das einzige produktive Mittel aus der jetzige Misere, die friedliche Nutzung der Kernenergie agitiert, aber vielleicht noch nicht auf dem Kurs der Etablierten liegt. Oder wählen Sie andere ganz kleine, wie die BüSo, die zu klein sind, um auf diesen Kurs einzuschwenken zu können. Oder gehen Sie mit offenen Augen dorthin, wo der Milliardärs-Club Sie/uns schicken will. Sie werden sich dabei toll „demokratisch“ fühlen dürfen, aber keiner wird es ihnen danken.

Die internationale Solidarität

Vorab zum Bild des Jahres – allerdings nicht für unsere Obrigkeitshörigen. Saudiarabische Jungen staunen: Der ganze Boden weiß von Schnee – wie aus dem Kühlschrank? Hagel und Schnee bedeckte am 12. Mai das Wüstenland, in dessen Wortschatz ein Wort für Schnee fehlt (Quelle). Ein vermutlich wärmeres Klima wird der Bilderberg-Konferenz vom 14. bis 17. Mai 2009 im Nafsika Astir Palace Hotel in Vougliameni bei Athen geherrscht haben. Unter Leitung von Henry Kissinger und seinem Dienstherrn, David Rockefeller (neben dem Rothschild Clan einer der beiden Kaiser des Dollar-Imperium), trifft sich der alljährlich tagende Kronrat der Weltregierung (150 Entscheider aus Politik, Industrie, Bankwesen, Bewußtseinsindustrie, Forschung und Militärwirtschaft), um der Welt ihr Schicksal für die kommenden Jahre anzurichten. Daneben macht man, was jedem der Anwesenden besonders am Herzen liegt, private Geschäfte auf Kosten der blöden Masse (Vgl. über das kommende und frühere Treffen in dieser Quelle).

Eine Woche vorher will der Journalist Daniel Estulin mit guten Verbindungen zu einigen der Teilnehmer, die gewisse Skrupeln haben und deren Auskünfte sich in der Vergangenheit immer bestätigt hatten, Details über die Pläne für die Wirtschafts-Entwicklung in den nächsten zwölf Monate, über die dort entschieden wird, herausgefunden haben (in Kanadas Free Press). In einer Broschüre, die geladenen Konferenzteilnehmern zuvor zugegangen sei (so etwas war bisher nicht üblich), wurden sie zu Überlegungen über die Frage aufgefordert: „Entweder eine sehr lange, sehr schmerzhafte Depression, die die Welt für Jahrzehnte in Stagnation, Niedergang und Armut fesselt […] oder eine sehr intensive, aber kürzere Depression, die den Weg frei macht zu einer neuen, nachhaltigen Weltwirtschaftsordnung mit weniger Souveränität aber dafür höherer Effizienz“. Es sei auch vorgeschlagen worden, was bereits läuft, nämlich kurzfristig eine falsche wirtschaftliche Erholung an den Märkten zu simulieren, um Investoren wieder an die Börse zu locken, bevor man den Markt mit massiven Verlusten und finanziellen Schmerzen in den kommenden Monate erneut abstürzen läßt.

Neben der künftigen Wirtschaftsentwicklung, u.a. ein Anstieg der US-Arbeitslosenzahlen auf etwa 14% bis Ende des Jahres (zur Zeit offiziell 8,1 %), soll es nach Estulins Quellen auch darum gehen, wie das Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages endgültig durchzusetzen sei. Dazu wolle man Irland im September oder Oktober zu einer erneuten Abstimmung zwingen, obwohl das Land ebenso wie andere europäische Nationen den Vertrag bereits bei einer Volksabstimmung eindeutig abgelehnt hatte. Dem Lissabon-Vertrag würde beim Vorhaben, einen einheitlichen EU-Superstaat zu schaffen, große Bedeutung beigemessen.

Für Deutschlands Wirtschaft hatten sich schon frühere Bilderberg-Konferenzen als verhängnisvoll erwiesen. Hier war wohl mit den Vertretern aus Deutschland, wie Vorstand Deutsche Bank, Hilmar Kopper, DaimlerChrysler Chef Jürgen Schrempp, Wolfgang Reitzle (BMW) und anderen, die großen Pleite-Fusionen verabredet worden, durch die einige Milliarden an deutschem Firmenvermögen in amerikanische Pleitefirmen gesteckt oder an israelische „Geschäftsleute“ verschoben wurden. Der Befehle ausführenden Weltelite gehören aus Deutschland Figuren wie Angela Merkel und Klaus Kleinfeld (erst Siemens, dann CEO beim US-Aluminiumkonzern Alcoa), Volker Rühe (erst Verteidigungsminister, dann Berater bei der Heuschrecke Cerberus), Verfassungsverdreher wie Wolfgang Schäuble und Otto Schily, Bewußtseinsproduzenten wie Hubert Burda (Burda) und Mathias Döpfner (Springer) aber auch „Oppositionelle“ wie Joschka Fischer an.

Im folgenden eine nur annähernd vollständige Liste der Bilderberger Einflußagenten der letzten 18 Jahre: Josef Ackermann (wie oben), Christoph Bertram (Außen- und Bevölkerungspolitiker, Studiendirektor International Institute for Strategic Studies London. Politische Redaktion bei Die Zeit und bei Foreign Policy Magazine, Washington D. C., Steering Committee der Bilderberg Konferenzen, Bergedorfer Gesprächskreis, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, Chef des „Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung“, er lieferte „Konzepte zur Lösung demographischer Probleme“), Hubert Burda (wie oben), Gerhard Cromme (Thyssen-Krupp), Mathias Döpfner (wie oben), Ursula Engelen-Kefer (SPD/DGB, IAO), Josef Martin „Joschka“ Fischer (wie oben), Helmut Haussmann (FDP Wirtschaftsminister, Managementberater), Wolfgang Ischinger (Allianz, Botschafter in USA, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, provozierte zusammen mit Richard Holbrooke Rußland mit dem Balkan-Konflikt), Otmar H.C. Issing (Monetarist, Direktorium Bundesbank, EZB, Berater bei Goldman Sachs), Josef Joffe (Chef-Atlantiker, Harvard-Student, Die Zeit, Atlantische Brücke, Aspen Institut, Verwaltungsrat des Leo Baeck Institut New York, der Ben-Gurion-Universität), Dieter Kastrup (im diplomatischen Dienst, Vorstand von UNICEF Deutschland), Hans Peter Keitel (CEO HochTief, Präsident der Deutschen Bauindustrie), Eckart von Klaeden (CDU Außenpolitiker und Schatzmeister), Klaus Kleinfeld (wie oben), Hilmar Kopper (wie oben), Karl A. Lamers (CDU MdB, NATO-Führung), Kurt J. Lauk (CDU MdE und Wirtschaftsrat, Boston Consulting Group, im Vorstand von VEBA, E.On, Daimler u.a.) Angela Merkel, Siegmar Mosdorf (SPD MdB, Wirtschafts- und Medienpolitiker, Vorstand PR-Agentur CNC Communications & Network Consulting AG, Vorsitzender der Enquête-Kommission Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft – Deutschlands Weg in die Informations-Gesellschaft), Matthias Nass (stellvertretender Chefredakteur Die Zeit), Werner A. Perger (politischer Reporter Die Zeit, Beobachter der „Progressiven“), Volker Perthes (NahOst-Experte, Assistenz-Professor an der Amerikanische Universität Beirut, Direktor Stiftung Wissenschaft und Politik), Friedbert Pflüger (CDU-Vorstand, Kritiker Kohls von grüner Position aus, Mitarbeit an EU-Verfassung, für NATO-Mitgliedschaft Polens, Kritik an Schröders Irakkriegsverweigerung), Ruprecht Polenz (Präsident Deutsch-Atlantische Gesellschaft, Generalsekretär der CDU), Wolfgang Reitzle (fliegt aus BMW-Vorstand wegen der fünf Mrd. Rover-Pleite, CEO der Premier Automotive Group (PAG), CEO Linde, bereitet Wasserstoff-Wirtschaft vor) Volker Rühe (wie oben), Eberhard Sandschneider (Atlantiker, China-Spezialist, leitet Otto Suhr Institut) Rudolf Scharping (ehem. SPD-Chef, Oberradfahrer), Wolfgang Schäuble (wie oben), Otto Schily (wie oben), Jürgen E. Schrempp (wie oben), Ekkehard D. Schulz (CEO ThyssenKrupp), Theo Sommer (von Henry Kissinger über sein Internationales Seminar an der Harvard-Universität protegiert, Herausgeber von „Die Zeit“ und „Times Media“), Lothar Späth (CDU, reduziert bei Jenoptik die Belegschaft von 30.000 auf 2.000, CEO Merrill Lynch Deutschland und Österreich), Jürgen Strube (CEO BASF, Aufsichtsrat Allianz-AG, Commerzbank AG, Hapag-Lloyd AG, Linde AG, Bertelsmann AG, BMW AG), Erwin Teufel (Verwaltungsmann, Katholik, Deutscher Ethikrat, Europa-Konvent, Teddy Kollek Preis für Deutsch-Israelische Beziehungen), Günter Verheugen (FDP/SPD, EU-Kommissar), Henning Voscherau (SPD, Hamburger Bürgermeister), Guido Westerwelle (FDP), Matthias Wissmann (CDU-Bundesminister, Präsident des VDA, gegen den „Transrapid um jeden Preis“, Neoliberaler), Klaus Zumwinkel (CEO Post, Bauernopfer, Aufsichtsrat Allianz, Lufthansa, Morgan Stanley, Arcandor (KarstadtQuelle), Postbank, Präsident des Instituts „Zukunft der Arbeit“, „Sprachpanscher des Jahres“ wegen des Engleutsch bei der Post).

Das ist also die Elite, die uns strikt auf den Kurs der „westliche Wertegemeinschaft“ führt, auch wenn es spätestens nach Abi Ghraib, Guantanamo und anderen verheimlichten Folterstätten im Ausland einigen dämmert, daß diese Wertegemeinschaft stinkt. Schließlich wurde der Terrorverdächtige Khalid Sheik Mohammed nicht nur ein Mal sondern 183 Mal das Opfer des Fast-Ertränkens (Waterboarding). Lügen und Verharmlosungen der Folterer sind die Regel. Es wird immer nur zugegeben, was entlarvt und nicht mehr zu vertuschen ist, denn: Geständnisse müssen her, Wahrheit würde nur stören. Edel-Präsident Obama will nun die beteiligten Folterknechte amnestieren. Inzwischen wurde bekannt, daß die Foltermethoden „wissenschaftlich“ ausgearbeitet, in der Spezialausbildung eingeübt und höheren Orts angeordnet worden waren. Weniger durchschaut wird das „Terrormanagement“ (auch der Bundeswehr in Afghanistan), mit dem man zur Rechtfertigung geplanter Militäroperationen Terroranschläge in Auftrag gibt, Terrorgruppen gegen einander kämpfen läßt und mit Inszenierungen die eigene Bevölkerung terrorisiert. Kaum jemand will realisieren, daß terroristische Aktivitäten erst aufkommen, nachdem sich westliche Dienste entsprechender Länder angenommen haben.

Der Chef der russischen Drogenbehörde, Viktor Iwanow, schilderte laut Novosti am 13. Mai bei einer Beratung mit afghanischen Drogenfahndern die „Qualitätskontrolle“ der afghanischen Drogenhersteller: „Nach Angaben unserer Fachleute liefern 180 Rauschgift-Firmen Heroin nach Rußland. Jede von ihnen hat ihr eigenes Markenzeichen, eine Art Qualitätsmarke auf der Verpackungen“. In Rußland wurden seit Jahresbeginn 1.500 Verpackungen mit solchen Zeichen beschlagnahmten (laut Iwanow rund 300 Millionen Einzeldosen). Die Drogenfirmen sitzen im Zuständigkeitsbereichen der US- und Nato-Truppen: „Die zunehmende Drogenproduktion in Afghanistan fällt erstaunlicherweise mit der Aufstockung der ausländischen Truppen zusammen“. Ist das nur russische Propaganda, weil so etwas der westliche Wertegemeinschaft nicht zuzutrauen wäre?

Am 24.2.2003 war im Handelsblatt unter der Überschrift „Bad Bank sorgt für Aufregung“ zu lesen: „Eine Indiskretion über das Treffen von Bundeskanzler Gerhard Schröder, Finanzminister Hans Eichel, Wirtschaftsminister Wolfgang Clement mit Spitzenvertretern der dt. Banken und Versicherungen sorgte am Wochenende für helle Aufregung. Nach Informationen des Handelsblattes schlug der Vorstandssprecher der Deutschen Bank Josef Ackermann in der hochrangigen Runde die Gründung einer Auffanggesellschaft vor. Diese Kreditwerkstatt wird auch als Bad Bank bezeichnet […]“. Was also sagt uns das? Man wußte ganz genau, was man da an „Wertpapieren“ aus Amerika auf’s Auge gedrückt bekam und sorgte sich damals schon – vor über sechs Jahren! –, wie man die Risiken abfangen und die Banken schützen könne. Das Publikum erfuhr außer dieser Indiskretion, die es noch nicht verstehen konnte, natürlich nichts. Die meisten der Papiere wurden erst danach dem Publikum angedreht – aber nicht alle, daher die Bad Banks heute. So sorgen sich Regierung und Banken um ihre Bürger.

War auch folgende Entwicklung, nur mit etwas mehr „Diskretion“, vorausgeplant? Das Statistische Amt der EU (Eurostat) teilte mit: „Im März 2009 fiel die saisonbereinigte Industrieproduktion in der Eurozone um 2,0% zum Vormonat und in der EU27 um 1,9%! Der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt einen starken Absturz der europäischen Industrieproduktion an. Um gewaltige 20,2% fiel die Industrieproduktion im März in der Eurozone und um 18,8% in der EU27! (nur –12,8% in den USA). Die Industrieproduktion in Europa markiert im März 2009 den größten prozentualen Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Datenerfassung“. In Deutschland bricht der Ausstoß der Industrie um 21,7% ein. Die Produktion von Investitionsgütern sank in der Eurozone um 23,5% und in der EU27 um 23,0%. Die Produktion von Vorleistungsgütern verringerte sich um 27,0% bzw. um 25,6%! Der starke Rückgang bei Vorleistungsgütern und Investitionsgütern noch im März läßt kein Ende des Abwärtstrends erkennen. „So etwas vorgeplant? – kann nicht sein!“

Hatte nicht Maurice Strong, einer der UNO-Größen hinter der westlichen Wertegemeinschaft, beim Earth Summit 1992 gesagt: „Frankly, we may get to the point where the only way of saving the world will be for industrial civilization to collapse“. Und Sie zweifeln noch daran, daß die Elite die Welt tatsächlich so retten will – sich und ein paar Dienstboten, mehr nicht. Die sogenannte Klimakatastrophe ist nur eines der aufgegriffenen Rettungsmittel.

Wer mit der Lüge lebt

Am 24. März stellte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Ulrich Kelber in einer Presseerklärung ausdrücklich gegen „die Behauptung von EON, Atomenergie sei eine Brückentechnologie ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien“ fest: „Damit wird immer deutlicher: Atomenergie ist eine Hemmschuhtechnologie, die einer klimaverträglichen Energieerzeugung und mehr Wettbewerb auf den Energiemärkten im Wege steht […] Mit der Blockade des Atomausstiegs sollen die Monopole am Strommarkt verlängert und der Ausbau der Erneuerbaren Energien behindert werden. Dies gefährdet die Klimaschutzziele Deutschlands, behindert die Schaffung von Arbeitsplätzen im Bereich der Erneuerbaren Energien und zementiert die überteuerten Strompreise der Energiekonzerne. Die SPD stellt sich dieser Politik klar entgegen“ (Quelle).

In einem zeitgleichen Bericht der Solarwirtschaft liest man unter anderem: „Mit ihrer heutigen Teilnahme an der Grundsteinlegung für eine neue Solarfabrik der Firma ersol Solar Energy AG, ein Unternehmen der Bosch-Gruppe, gibt die Bundeskanzlerin ein klares Bekenntnis für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. In einem Podcast des Bundeskanzleramts zu dem Event erklärt Angela Merkel: Die Grundsteinlegung findet in einer Zeit statt, wo es gerade wichtig ist, nicht die Investitionen in die Zukunft zu vergessen, sondern uns auf die Zeit nach der internationalen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise vorzubereiten“.

Alle etablierten Parteien und die häufig diffamierte „Großindustrie“ (Eon als Beispiel), wollen das Gleiche, den raschen Übergang „ins Zeitalter der erneuerbaren Energien“: Weg von der Kohle – wegen des angeblichen Klimaschutzes, weg von der Kernenergie, wegen der angeblichen unsicheren Handhabbarkeit. Die dazu vorgetragenen Gründe unterscheiden sich zuhörerspezifisch: Die SPD setzt auf das neoliberale Wunderpaket „mehr Wettbewerb“. Mit diesem Argument hatte man die Regelungen beseitigt, die man zur Abwehr der vormals untragbar erscheinenden Vermachtung der Energieversorgung durch Wenige einst eingeführten hatte. Wie dieser „Mehr Wettbewerb“ die Strompreise hochgetrieben hat, haben wir erfahren – und zum Teil schon wieder vergessen. Also auf ein Neues!

Man spricht sich gegen Preistreiberei aus. Wer täte das nicht? Aber man will die preiswerte und berechenbare Energieerzeugung durch eine ersetzen, die aus technischen Gründen ineffizienter und aufwendiger ist, die man noch dazu künstlich verteuert (Sonne, Wind, Kot etc). Für „überteuerte Strompreise“ sorgt neben der Industrie, der man das durch Neuregelungen erst ermöglicht hat, vor allem die Politik, nicht zuletzt durch die von ihr gegen alle wirtschaftliche Vernunft geförderten Erneuerbaren Energien. Das letzte aller Argumente ist: Dadurch schaffe man Arbeitsplätze. Ja es geht hier nur um Arbeitsplätze aber nicht um Einkommen aus sinnvoller Arbeit. Wie eine unwirtschaftlichere Produktionsweise Einkommen schaffen soll, die eine wirtschaftlichere nicht schafft, bleibt Parteiengeheimnis. Arbeitsplätze könnte man auch „schaffen“, wenn man Lastwagen abschaffte und durch Eselkarren ersetzte oder die Alpen abtrüge, um sie an der Ostsee neu aufzuschütten.

Worum geht es bei der Erneuerbaren Energie? Dabei sollte man nicht auf die Propaganda hören, sondern deren immanenten Zweck beachten („an ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen“). Geht es um Klima oder den Mangel an Rohstoffe? Die energetische Nutzung der Kernbindungskräfte statt der molekularen, stellt uns nicht nur aus heutiger Sicht schier unendliche Mengen an Energieressourcen zur Verfügung, mit ihrer Hilfe (z.B. der Fusionsfackel) ließen sich Trinkwasser aus dem Meer und jede Art Werkstoff aus beliebiger Bodenerde herstellen.

Fortschritte folgen einer Dynamik. Ein Flugzeug erreicht das Flug-Regime nur, wenn es mit der Fortbewegung am Boden eine entsprechende Geschwindigkeit überschreitet. Ähnliches gilt für technische (Re-)Produktionswirtschaften. Sie erreichen ein neues technologisches Regime erst durch die Überschreitung einer bestimmten Energiedichte (Energie pro Kopf, Energie pro Fläche Lebensraum). Die Festlegung unseres (Re-)Produktionssystems auf regenerative Energien hat ein eindeutig ableitbares und damit klar erkennbares, immanentes Ziel: Die Errichtung einer stationären Gesellschaft, einer Gesellschaft, die eingebunden in Naturnotwendigkeiten sich nicht mehr über ihre „Grenzen des Wachstums“ hinwegsetzen und damit ihre politische Führungsstruktur nicht mehr verändern kann. Das Festzurren der Gesellschaft auf Erneuerbare Energien liegt eindeutig im Interesse der „herrschenden Schicht“, das heißt derer, die über das etablierte Fiat-Schuldgeldsystem die Gesellschaft mit ihren Medien, Politischen Kostgängern und Führungshampelmännern fest im Griff hat. Gesellschaftliche Veränderungen lassen sich nicht willkürlich veranlassen – in diesem Punkt hatte Karl Marx ausnahmsweise Recht – sie werden über systemische, die Produktivität qualitativ steigernde Veränderungen des (Re-)Produktionsapparates erreicht.

Kernenergie öffnet den Weg für eine qualitative Weiterentwicklung der Gesellschaft mit weniger Versorgungsengpässen für die unteren Schichten, mehr Freiheitsgraden zur Entfaltung der Menschen (z.B. mehr Geist und naturwissenschaftliche Erkenntnisse statt PS im privaten Fahrzeug) aber auch mit höherer Komplexität (z.B. durch Ausweitung des Lebensraumes auf das Planetensystem, Abenteuer für Gelangweilte). Hier liegt der eigentliche Grund, warum die Kernenergie von roten, grünen, braunen, gelben, schwarzen oder sonstwie eingefärbten Knechten und Sonderkostgänger der globalen Hochfinanzmafia (der „Verschwörer“, die man nicht sehen darf) verteufelt wird, und „Klimaschutz“ als Mittel der Kontrolle und Eindämmung des Energieverbrauchs propagiert wird.

Das Klima kann und will niemand schützen. Worum es unter anderem geht, konnte man zum Beispiel in „Mail online“ vom 26. März lesen (eigene Übertragung): Das Ausspionieren der Allgemeinheit hat neue Höhen erklommen, nachdem nun lokale Behörden Flugzeuge aufsteigen lassen, um Haushalte ausfindig zu machen, die Energie verschwenden. Infrarotkameras werden eingesetzt, mit deren Aufnahmen Beamte Leute identifizieren können, die gegen Verbrauchsvorschriften verstoßen, um sie aufzusuchen und über ihre Umweltsünden aufzuklären beziehungsweise sie dafür zu bestrafen. Das geschieht bereits im Broadland District Council in Norfolk. Dort hat man für £30,000 ein entsprechendes Flugzeug mit Infrarotausrüstung angemietet. Da sich das als erfolgreich, sprich einträglich erwiesen hat, wollen andere Kommunen dem Beispiel folgen. „Kritiker sehen darin einen weiteren Versuch der Behörden ihre Nase in jede Lebensgewohnheit der Bürger zu stecken“ (Quelle). Aber nicht nur das! Auch das schafft „Arbeitsplätze“. Außerdem ist die bestmögliche Überwachung das Ziel von Machthabern in Übergangszeiten, wenn der Übergang zu einer freieren Gesellschaftsordnung anstünde aber verhindert und unterdrückt werden soll.

Auch über die praktischen „Kosten“ dieser Entwicklungsunterdrückung hat sich die Sunday Times vom 22. März am Beispiel England unter der Überschrift „UK Population must Fall to 30 Mio., says Porritt” unzweideutig ausgelassen. Etwas Ähnliches war vor Jahren schon von US-Außenministerin Albright zu hören, die damals Deutschland eine Bevölkerung von 8 Millionen und Rußland eine von 15 Millionen Menschen zubilligen wollte. Was sagte nun Jonathon Porrit, einer der führenden Berater von Gordon Brown? „Großbritannien muß seine Bevölkerung drastisch reduzieren, um eine „nachhaltige“ („sustainable“) Gesellschaft zu errichten. Er sagte das diese Woche bei der Jahreskonferenz des Optimum Population Trust (OPT), dessen Patron er ist. Der Trust wird demnächst Forschungsarbeiten veröffentlichen, wonach die Bevölkerung im Vereinigten Königreich [von 62 Mio., H.B.] auf 30 Millionen verringert werden muß, wenn sie sich in Zukunft selbst „nachhaltig“ [also mit erneuerbaren Energien, H.B.] ernähren will“. […] Porrit „wird dabei von Professor Chris Rapley, dem Dirketor des Science Museum wissenschaftlich unterstützt. Der wird die OPT Konferenz, die bei der Royal Statistical Society stattfindet, nutzen, um davor zu warnen, daß Bevölkerungswachstum [oder Beibehaltung, H.B.] den Versuchen zur Treibhausgasreduktion entgegenwirkt“. Dem folgt in der Zeitung die übliche Klimaschutz-Litanei und zur Rechtfertigung etwas „Betroffenheit“ wegen der Menschen in den unterentwickelten Ländern. Und dann weiter „Viele Experten glauben, der Welt würde es, da die Europäer und Amerikaner einen so einseitigen Zugriff auf die Umwelt haben, mehr nützen, wenn man dort die Bevölkerung reduzierte als in den Entwicklungsländern“. Diese Schlußfolgerung ist für den Herrschaftserhalt logisch, da Aufstände der Bevölkerung in den Industrienationen dem Regime gefährlicher würden als solche in Entwicklungsländern, die man problemlos niedermachen kann, wie im Nahen Osten – wenn man will – wieder einmal zu beobachten.

Haben Sie sich einmal ernsthaft überlegt, daß wir nun schon fast sieben Jahre lang unsere „Freiheit” am Hindukusch verteidigen, in dem wir dort Leute umbringen und Sachvermögen zerstören lassen, nur weil die Menschen dort nicht nach unserer Pfeife tanzen und unserer Hochfinanz nicht die Recht auf ihr Land abtreten wollen, um es zum Beispiel als Durchlaß für den Raub des Kaspischen Erdöls zu nutzen? Die meisten billigen das zwar nicht mit Worten, tun es aber durch ihre Steuern und die Wahl der dafür verantwortlichen Politiker. Manche glauben an die Rechtmäßigkeit, weil sie den Medien glauben und das Öl brauchen. Sie glauben aber nicht, daß folgende Verlautbarungen ernst gemeint sind und für sie selbst Folgen haben werden.

„Der allgemeine Feind der Menschheit ist der Mensch. Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereinigt, kam uns die Idee der Umweltverschmutzung, die Bedrohung durch globale Erwärmung, Wasserknappheit, Hunger und dergleichen. Alle diese Gefahren werden durch menschliche Eingriffe verursacht und sind nur durch veränderte Einstellungen und Verhalten zu überwinden. Der eigentliche Feind ist daher die Menschheit selbst“ (Club of Rome, Gründungsdokument). (Gemeint ist die breite Masse im Unterschied zu der Kleinen Schar der monetär Auserwählten).

„Wir müssen auf der Klimaerwärmung herumreiten, sogar wenn die Theorie der globalen Erwärmung falsch sein sollte, wir tun dabei das Richtige hinsichtlich der Wirtschaft und der Umweltpolitik“ (Timothy Wirth, Präsident der United Nations Foundation und des „Better World Fonds“) (besser für wen?). Beide Organisationen wurden als Hauptberaterstäbe für die Vereinten Nationen 1998 aufgrund einer größeren Spende des Medienmoguls Ted Turner gegründet. Als US-Senator hatte Wirth 1988 das Treffen mit James Hansen (NASA) organisiert, auf dem die Klimahysterie weltweit losgetreten worden war.

„Es kommt nicht darauf an, was stimmt, sondern nur darauf, daß die Leute glauben, daß es stimmt” (Paul Watson, Mitbegründer von Greenpeace).

„Wir stehen am Rande einer weltweiten Umgestaltung. Alles, was wir dazu brauchen, ist die richtig große Krise“ (David Rockefeller – Exponent der Hochfinanz und Mitglied der Club of Rome Geschäftsführung) (diese und weitere ungeheure Zitate und deren Belege sind unter dieser Quelle zu finden).

Ihre „größere Krise“ hat die Hochfinanz inzwischen, muß aber, um am Ruder zu bleiben, noch zu viele Menschen gegen einander auszuspielen. Das soll sich, so glaubt sie, mit Ihrer passiven Hilfe bald ändern. Es ginge auch anders, wenn die meisten zu sich und anderen gegenüber ehrlich wären, denn „nur die Wahrheit wird euch frei machen“.

Besinnung

Wir wünschen uns gerne ein frohes, ein fröhliches Weihnachtsfest, manchmal auch besinnliche Tage. Doch worauf soll sich die Besinnung alle Jahre wieder richten? Die meisten haben es vor lauter Weihnachtmännern, Nikoläusen, Lichtlein, Christkindlein, Ochs und Eselein etc. vergessen. Die eigentliche Antwort lautet: Gott ist Mensch geworden. Das ist bei aller Widersprüchlichkeit der Aussage vor allem ein Ärgernis für Juden, solange ein Messias nicht für Israel die Sonderverheißungen einleitet, von denen ihre heiligen Schriften träumen, für Moslems ein noch größeres, weil Gott ihnen so groß erscheint, daß Menschsein für ihn eine Beleidigung, eine unerhörte Blasphemie darstellen würde. Was aber meinen wir, wenn wir „Gott“ sagen? Die Antwort wäre: der „Schöpfer Himmels und der Erden“, und genau der soll (in geschichtlicher Zeit) „wesensgleich“ mit dem Menschen geworden sein. Das ist ein Ärgernis auch für viele unserer wissenschaftlichen Zeitgenossen.

An der Aussage ärgert vor allem die Konsequenz. Die besagt, daß Kreativität, Absicht, Zielsetzung und Selbstbewußtsein, die wir an uns Menschen kennen, auch dem zukommt, der Himmel und Erde, also alles, was ist, sein läßt. Eine solche Zumutung ärgert, weil damit unser absichtsvolles Tun und Schaffen als Geschöpfe in das Tun und Schaffen, welche Himmel und Erde hervorgebracht hat, eingewoben ist – es jedenfalls sein sollte. Wenn dem so ist, kann das Leben eines Menschen auch seinen Sinn verfehlen, sinnlos sein; und damit stellt sich die Aufgabe, für uns einen Sinn zu machen, der an den Sinn all dessen, was ist, „angebunden“ wäre (das bedeutet lateinisch „religio“). Und wo gäbe es eine verbindliche Vorlage für diesen Sinn? Nirgends! Er wäre im Endlichen frei zu schaffen, so wie der unendliche Schöpfer den seinen in Liebe, Weisheit und Können schafft. „Frei“, das heiße „im Einklang mit sich selbst“, so das Konzept der „Wesensgleichheit“ des altkirchlichen, christologischen Dogmas. Eine schwierige Aufgabe, die in der abendländischen Geschichte viele Menschen zur „Besinnung“ aber mehr noch zur Entsinnung gebracht hat. Besinnung erfüllt sich in Freude, Entsinnung im Spaß, der meist aus Entlastungen herrührt.

Es lebt sich scheinbar leichter und spaßiger in den Tag hinein, wobei man mitnimmt, was sich einem an Genüssen und Erfolgen aller Art bietet, um früher oder später in das Nichts zu verschwinden, das man mit einer solchen Orientierung neben sich selbst auch allem Sein als dessen eigentlichen Sinn und Zweck zumutet: Der Mensch wäre demnach ein Nichts und Gott sein größenwahnsinniger Traum. Darüber philosophiert es sich zynisch leicht. Doch vom Leben erwarten wir uns, wenn wir ehrlich zu uns sind und uns besinnen, etwas anderes, ohne recht sagen zu können, was, vermutlich eben Sinn. Wo uns sein Fehlen zur Besinnung kommt, werden wir unruhig und unzufrieden bis wir, wie es der Heilige Augustinus ausgedrückt hat, Ruhe finden in Gott, eine sehr aktive, umtriebige Ruhe übrigens.

Die Sinnfrage braucht einen nicht an die Grenzen des Universums zu treiben. Manchmal hilft schon der Hinweis auf ein Paradox: Müssen bei der ungeheuren Produktivkraft, die menschliche Kreativität hervorgebracht hat, so ungeheuer viele Menschen unermeßliche materielle Not wie zur Zeit? Da es die Not gibt, ist menschliche Kreativität, menschliches Wollen und Bezwecken offensichtlich fehlgeleitet. Daher scheint nicht Gott sondern eine Art Gegenstück Mensch geworden zu sein, etwas, was auf die Sinnfrage eine fast allgemeingültige, umfassende Antwort zu geben scheint und für die meisten auch gibt: das Geld. Statt Mittel zu sein, um die menschliche Arbeit auf einander abzustimmen, ist es für die meisten zu ihrem ureigenen Zweck geworden: „Warum nicht, wenn sich’s doch auszahlt“?

Das Wesen dessen umreißt ein Wort des größten Geldgurus der letzten Jahrzehnte: Alan Greenspan. Der Vorsitzender der privaten US-Notenbank Federal Reserve, antwortete auf die Frage des Vorsitzenden des US-Kongreßausschusses für Kredit und Banken am 7. Juni 1996, ob er versichern könne, daß er mit seiner Geldmengen-Steuerungspolitik einen Einbruch wie 1929 verhindern könne, folgendes: „Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren, nicht monetäre Techniken und Details können uns sicher davor retten, sondern nur allein der immer feste, inbrünstige Glaube aller an die Kraft des Geldes, unserer Geld-Verfassung der Freiheit und Demokratie. Wenn wir nicht mehr an den US-Dollar glauben, an die wunderbare Stärke der USA und ihre Aufgabe für die Welt, allen Wohlstand und Freiheit zu bringen, dann sind wir verloren. Und die Kräfte der Finsternis, die nur darauf warten uns zu verderben, werden die Oberhand gewinnen. Wir werden immer wieder nur gerettet in der göttlichen Vorsehung und seinem uns gnädigen Willen, wenn wir an die rettende Kraft des Geldes immer wieder so fest glauben, wie an Gott und unsere Verfassung. Denn unsere unabhängige Notenbank in ihrer Weisheit, ist mit der Verfassung unter Gott, unsere alleinige Garantie von Freiheit, Recht und Demokratie. Dafür lohnt es sich täglich für die Gnade zu beten, die uns als Chef der FED durch das Volk der Vereinigten Staaten und seinem Präsidenten anvertraut ist“. (Proceedings US-Congress, Washington DC, Bd. 555, S. 732 f). Wenn das kein Glaubensbekenntnis ist: Freiheit, für den, der Geld hat; Demokratie für die, die Stimmen und Meinungen kaufen können; und dies allen Menschen, auch außerhalb der USA, überzuziehen, das ist der Sinn der „aufgeklärten“ Religion unserer Tage, des Dollartums mit oder ohne nominell christliches Beiwerk. Dem huldigen nicht nur die USA, sondern westliche Politiker, die im Westen „anerkannten“ Eliten, auch solche in den christlichen Kirchen (die eben mit dem Strom der Zeit schwimmen, weil er sie trägt und es sich auszahlt). Diese Religion ist das Wesen des Westens, die Subsumtion aller Zwecke, Ziele und Absichten unter dem einen: „Das, was mir Geld bringt“. Deshalb soll jetzt auch – in London z.B. – das „Christliche“ vom Weihnachtsfest abgestreift werden. Nicht, weil es für Juden, Moslems, und die sich selbst beweihräuchernde Intelligenzija ein Ärgernis wäre, sondern weil es das eigentliche Wesen „des Westens“ in Frage stellt.

Mit der Umkehr der Besinnung, der Besinnung durch Geld, wird in einer Gesellschaft konsequenter Weise auch die Wahrheit verkehrt und die Lüge zur alles bestimmenden Größe. Warum, zum Beispiel, sterben junge Europäer und Amerikaner und Einheimische aller Altersschichten in Afghanistan? Wegen Freiheit und Demokratie? Oder weil die Taliban die Drogenhändler außer Landes getrieben hatten? Nach dem Sturz der Taliban erreichte der Drogenanbau in Afghanistan unter westlichem Schutz auf 150.000 ha Rekordernten. Rauschgift bringt Geld – je elender die Zeit, desto mehr Geld bringt es.

Geld soll für die Autoindustrie aufgewendet werden, um Arbeitsplätze zu erhalten, „denn ein Kollaps der Autoindustrie hätte verheerende Folgen für unsere Wirtschaft“, meinten Dana Perino, Pressesprecherin des Weißen Hauses, und alle ihre Nachbeter im Westen. Aber all die dafür aufgewendeten Milliarden bewirken nicht, daß deshalb sinnvoller Weise ein Auto mehr produziert wird. Der Grund für den Aufwand ist ein anderer: Die großen Autokonzerne hatten sich vor allem über Obligationen und andere Arten von Wertpapieren finanziert, diese sind in sogenannte Credit Default Swaps eingegangen, die sich allein in den USA nominell auf rund 290 Milliarden Dollar belaufen. Wenn nun einer der großen Autohersteller mit seinen hauseigenen Finanzinstitutionen das Handtuch werfen müßte, würde das den Finanzmärkten entsprechend Geld entziehen „Ein Kollaps der US-Autoindustrie würde zu einem Verlust von über einer Billion (Trillion) Dollar an Corporate Bonds, Credit Default Swaps und anderen Finanzinstrumenten führen“ äußerte der Demokratische Senator Carl Levin aus Michigan am 12. Dezember, und „das würde größere zusätzliche Löcher in die Bilanzen der US-Finanzinstitute reißen und eine weitere Granate auf den Kredit-, Finanz- und Derivate-Märkten platzen lassen“. Ein Bericht des J.P. Morgan Analytikers Eric Selle vom 11. Dezember errechnete, daß aus der US-Autoindustrie 10% des gesamten Junk Bond Marktes stammen. Ihr Einbruch würde eine „Kreditklemme II“ auslösen. Darum geht es und nicht um „Arbeitsplätze“. Die würde man leicht schaffen, wenn man z.B. alle Kraftwagen abschaffen und durch rot-grüne Eselfuhrwerke ersetzen würde. Dann hätte man zwar Arbeitsplätze aber nicht das, worum es „eigentlich“ gehen sollte: „Arbeitseinkommen“. Verkehrungen überall!

Das gilt auch für die gegenwärtigen Bemühungen zur angeblichen Bewältigung der Finanzkrise. Neben der Stützung der Papiere fließen Milliarden in angeblich „neue“ Technologien und entsprechende „Infrastrukturprojekte“. Aus früheren Krisen glaubt man zu wissen, daß erste eine neue Technologie, die ganz neue Industriezweige anregt aus einem Kondratieff-Tief, wie dem derzeitigen, herausführt. Das sollen nun „erneuerbare Energien“ schaffen. Dafür werden Milliarden aktiviert. Die „erneuerbaren Energien“ stellen aber keine neue, das würde bedeuten, eine „effizientere“ Technologie mit der entsprechenden Infrastruktur dar, sondern eine alte, überholte, weil ineffiziente. Ineffizientere Technologien sorgen dafür, daß Knappheit und Not zunimmt, daß weniger Menschen überleben können als mit den effizienteren, die abgeschafft werden soll (wie Kernenergie, Isotopenchemie etc.).

Ein Beispiel: Dieser Tage wurde der Transrapid, der Teil einer dringend benötigten, neuen Infrastruktur für den Langstrecken-Verkehr sein könnte, endgültig abgeschafft, weil dafür das Geld fehlte. Das gleiche gilt für neue Verkehrssysteme zur Güterversorgung und zum individualisierten Personenverkehr in den Ballungszentren. Sie wären erforderlich, weil alte Benzinkutschen bei allen raffinierten „Verbesserungen“ den gewachsenen Anforderungen nicht mehr gerecht werden können. Konzepte dafür liegen vor (Vgl. Böttiger, „Die Mobilität des Menschen“), aber für sie ist kein Geld da, weil die Milliarden in die Rettung der Wertpapiere fließen, danach in unerhebliche „erneuerbare Energien“ und, damit niemand etwas dagegen haben soll, noch etwas davon in die Renovierung von Schulgebäuden und Straßen.

„…Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte […], die komplette Politik der Bundesregierung auf diese Trends [„erneuerbare“ Energien, d.Red.] auszurichten. „Hier geht es nicht um Nischenmärkte und nicht um ein bißchen Wohlfühlökonomie jenseits des harten Geschäfts“, betonte Gabriel. „Es geht hier um viele Tausend Milliarden Euro und um die ökonomischen Leitmärkte, die das 21. Jahrhundert prägen werden“ (Timm Krägenow in der FTD vom 31.10.2006) Es geht also nicht um die Lösung der Krise, sondern um ihre Verschärfung, daher wird auch die Kreditfinanzierung beibehalten und sogar noch überzogen. Der Widerspruch zwischen Technischer Machbarkeit und unnötig gewordener Not soll gegen die technische Machbarkeit und damit für die Not entschieden werden. Die herbei spekulierte Geldkrise scheint das Mittel für diese Absicht zu sein, wie die absurde „Klimakatastrophe“ aufgrund von Kohlendioxid dafür die ideologische Rechtfertigung liefert.

Aber zu welchem Zweck? Im Juni 1979 ließen Unbekannte durch die Elberton Granite Finishing Corp. in Elbert County in Georgia, USA, fünf sechs Meter hohe Granitstelen, auf denen eine Steinplatte ruht, errichten: Die Georgia Guidestones to the Age of Reason. Darauf sind zehn Weisungen in acht Weltsprachen eingraviert, darunter die erste und zentrale: „Maintain Humanity under 500,000,000 in Perpetual Balance with Nature“ (halte die Weltbevölkerung auf 500 Millionen [knapp 10% der derzeitigen, d.Red.] im ständigen Gleichgewicht mit der Natur).

Als Sponsoren bekennt sich „a small group of AMERICANS who seek the AGE OF REASON“, und spielt damit auf das Buch gleichen Titels des amerikanischen Revolutionärs und aufgeklärten Deisten Thomas Paine an. Die Weisungen selbst ähneln denen der sogenannten Earth Charter, die 1987 von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen angeregt wurde und den Übergang zu einer Weltgesellschaft der nachhaltigen Entwicklung weisen will. Sie wurde von der UNO, unzähligen Umweltorganisationen und Prominenten wie Maurice Strong und Mikhail Gorbatschow, der niederländischen Regierung und anderen gefördert. Hierin deutet sich die Weltreligion an, mit der uns die von gleicher Seite aus geplante Weltregierung dereinst beglücken will. Ist es da fraglich, welchen Sinn unser Tun haben sollte?

Ein freudevolles Fest wünscht der Spatz!