Propaganda-Information

Propaganda, wörtlich: wie „vorzugehen ist“, Information: wörtlich „Abformung“ oder „in-Form-Bringung. Was der Fall ist, hört man kaum noch. Wir werden nur noch in die Form gebracht, in die man uns haben will. Und wir, denkfaul, folgen trottelig jedem anerkannten Schwätzer.

Wer bestimmt die Form, wer herrscht? Der Markt! Den wiederum beherrscht, wer das Geld zur Verfügung stellt. Dies geschieht in Form von Verleihen, d.h. von Schulden. Wird auf dem Markt durch Billig-Einkaufen und Teuer-Verkaufen Geld verdient, zahlt der Gewinner das Geld zurück und vernichtet es so, wobei er aber einen Teil des Gewinnes in Form von Zinsen abführt. Durch neue Kredite wird neues Geld geschöpft. So lange es kreditwürdige, d.h. rückzahlungsfähige Personen gibt, läßt sich durch vermehrtes Ausleihen der Geldumlauf ausweiten, die Wirtschaft „ankurbeln“. Inzwischen sind aber immer weniger Unternehmen kreditwürdig und erkennen immer weniger Unternehmen eine zahlungsfähige Nachfrage für die zu produzieren und investieren lohnen würde. Das bezeichnet man als Krise. Durch Verschleierung der schrumpfenden Kreditfähigkeit (Wechselreiterei) und die indirekte Kollektivverschuldung (Staatsschulden) wurde die Krise hinausgezögert und verschärft. Nun ist die Zeit des Kassensturzes gekommen. Unnötige Produktionsstätten, überflüssigen Arbeitskräfte und nicht mehr kreditwürdigen Konsumenten werden „beseitigt“. Um das gegen die Leute durchzusetzen, bedarf es der verwirrenden Propaganda.

Die sogenannten Rettungspakete sind Propaganda und mehr. Sie ändern nichts an der Krisentendenz. Island zum Beispiel: Man klagt laut, die dortigen Pleitebanken lassen deutsche Anleger leer ausgehen. Wie auch anders? Diese Banken haben mit dem Geld der Einleger verbrieftes Nichts gekauft, weniger als Nichts, Minuswerte, die man ihnen über hohe Zinsversprechen und „Triple A“ Ratings angedreht hatte. Anleger sind darauf hereingefallen. Nun wundern sie sich, daß sie den Wert ihrer „Investitionen“ erhalten, nämlich Nichts. Angeblich hat die Bundesregierung durch Zahlungen an die Pleitebanken erreichen wollen, daß deutsche Anleger etwas zurück bekommen. Sie gibt sich nun enttäuscht, weil dies nicht geschieht. Wie auch? Die Regierungen glich mit ihren Zahlungen nur das Minus an Wert aus, das mit dem Geld der Anleger in den USA eingekauft worden war. Wie das?

Die USA haben es verstanden, ihre Schulden dem Ausland als Werte so zu verkaufen, daß daraus Forderungen an die Käufer wurden. US Banken haben unter anderem Kredite gebündelt und die Kreditpakete „versichert“. Die entsprechenden Versicherungsverträge wurden als „Wertpapiere“ verkauft. Das ging, weil die Versicherer, also die Käufer der Papiere, solange die ursprünglichen Schuldner ihre Zinsen bezahlen davon einen gewissen Anteil als Rendite bekommen. Da ein Zinsanteil an sich uninteressant niedrig wäre, wurden die Kredite „geleveraged“. Der Versicherer legt nur, sagen wir mal 5% der zugrunde liegenden Kreditsumme ein, bekommt aber einen geringen Zinsanteil der Gesamtsumme, dem 20-fachen. Daraus läßt sich eine „überzeugende“ Rendite zusammenstellen, solange der ursprüngliche Kreditnehmer zahlte. Im Versicherungsfall, wenn der Kreditnehmer nicht mehr zahlt, wird der Gesamtbetrag aus dem Vertrag fällig. Um die lukrativen Finanzinnovationen zu verkaufen und für Nichts Geld zu bekommen, war dieser Bereich des Vertrags möglicherweise bei den Zwischenhändlern hängen geblieben, d.h., der Anleger haftet nur mit seiner Einlage, die Bank für den Gesamtbetrag. Wie solche „Kredite zustande kamen, ehe man sie im Ausland versicherte, können sie im Wallstreet Journal an dieser Stelle nachlesen, oder auf deutsch hier. Die Bankenrettung der Regierung soll die Zahlungsverpflichtung der Banken an die Gegenseite der Kreditversicherung decken. Bei einer Bankenpleite würden sie leer ausgehen.

Die Sicherung der Banken und ihres Mißmanagements durch die Bundesregierung sichert hat mit dem Kreditgeschäft für Produktionsbetriebe nichts zu tun. Dieses scheitert nicht an fehlender Liquidität der Banken, sondern an der Überschuldung der Betriebe. Jede Bank würde der Firma Märklin liebend gerne Kredit gewähren, wenn eine Aussicht bestünde, daß die Firma ihren Zinsverpflichtungen nachkommen könnte. „Europas Konzerne haben in der vergangenen Dekade einen Rekordschuldenstand aufgebaut. In den letzten zehn Jahren hat sich die Gemeinschaftsschuld innerhalb der Eurozone auf über 8,5 Tausend Mrd. Euro aufgetürmt, wie aus einem BusinessWeek-Bericht (der 1. Februarwoche) hervorgeht. Die beispiellose Überschuldung könnte zu einem Platzen der Kreditblase führen und ungeahnte Folgen nach sich ziehen“ (Quelle).

Sollte einer Bank tatsächlich die bei Kreditvergabe fällige Hinterlegungssumme von 6 bis 8 Prozent des Kredits fehlen, könnte die EZB wie bisher unauffällig Sondervereinbarungen treffen. Wäre der Regierung irgend etwas an der Aufrechterhaltung des Kreditwesens für die produzierende Wirtschaft gelegen, würde sie nicht den Banken faule Papiere abkaufen. Sie würde mit dem Geld neue, besser geführte Industriebanken gründen. Aber das würde an der fehlenden Kreditwürdigkeit der Firmen nichts ändern. Statt dessen hängt die Regierung die Absicherung der in den USA erzeugten Kredite dem deutschen Steuerzahler an den Hals. Vielleicht waren Wirtschaftsminister Glos die Absichten der „Systemverfechter“ Merkel und Steinbrück langsam gedämmert und hat er deshalb am 7. Februar seinen Rücktritt eingereicht.

Das Ausland um seine Kredite an die USA zu prellen, hat Geschichte. Es begann schon bei der Gründung 1783. Doch diente damals das Insider-Geschäft, bei dem die unbezahlbaren Anleihen der Kolonien von insgesamt 79,2 Mio. Dollar in Goldbonds umgewandelt wurden, vor allem dazu den „Bund der Interessierten“ (Alexander Hamilton, denen die USA gehören) zu gründen. Die Gläubiger hatten nicht mehr an den Wert dieser Papiere geglaubt und sie für fast nichts an die Agenten des Kongreßabgeordneten Jeremiah Wadsworth und der Bankiers Morris, Fisher Ames und Christopher Gore abgegeben. Dann wurden sie zum Nutzen der wenigen verbliebenen Eigentümer zu Zahlungsmitteln erklärt und zu ihrer Deckung in Europa neue Staatskredit aufgenommen. Etwa sechzig Jahre später tilgte Kongreß und US-Regierung am 13.8.1841 die Schuld von 390.000 US-Unternehmen. Die Verluste der Europäer wurden damals niedrig mit 350 Mio. Dollar angegeben. Viele europäische Firmen gingen dabei bankrott. Mitverdiener hatten zuvor das Geld aus Europa in die USA gebracht, das waren Leuten wie August Schönberg alias Belmont vom Bankhaus Rothschild, Joseph Seligman aus der Pfalz, Philip Speyer aus Frankfurt und andere. Der Goldrausch von 1848 regte einen neuen Geld- und Materialzustrom an. Er versackte in der Eisenbahnspekulation. Zwischen 1873 und 1883 stellten laut Bradshaws Railway Manual 291 US-Gesellschaften ihre Zahlungen ein und schrieben dabei 1.476 Mio. Dollar ausländisches Kapital ab. Das Gesamtvolumen der Spekulation wurde später auf 7,2 Mrd. Dollar geschätzt. Das meiste wurde nie investiert, sondern wie kürzlich beim „Schneeball-System“ des Bernard Madoff, sogleich „entnommen“. Die Eisenbahnen blieben, soweit sie gebaut waren, den USA. Amerikanische Lieferanten genießen in den USA bei der Verteilung der Konkursmasse absoluten Vorrang vor dem Ausland.

1901 übernahm Morgan die Stahlsparte von Carnegie für 447 Mio Dollar und gab dabei für 1,4 Mrd. neue Aktien aus. Nach dem Bericht des „Commissioner of Corporations of the Steel Industrie aus dem Jahr 1911 war das doppelt so viel wie der Wert aller Besitztümer der Firma. Als das aufkam, brach der Wert der Papiere ein und Morgan konnte sie günstig zurückkaufen, den Rest erledigte die Enteignung des Besitzes der „Feindmächte“ und ihrer Bürger im Ersten Weltkrieg. Diese Beispiele aus der Geschichte sollen genügen.

Die deutsche Bundesregierung sorgt also dafür, daß für die Verkäufer der Finanz-Innovationen, wie der oben genannten Kreditversicherungen, das Geschäft aufgeht. Um die wütende eigene Bevölkerung zu beruhigen, muß sie auch ein paar Euros für Altautos, zur Renovierung von Schulgebäuden oder als Almosen da und dorthin versprechen. Darüber soll der Bürger vergessen, wem die Hochverschuldung der Steuerzahler zu Gute kommt. Wenn Sie zur Bedienung der fälligen Zinszahlungen demnächst Mehrwertsteuern von 25% und mehr zahlen dürfen, merken Sie es vielleicht. Doch dann haben Sie bereits die alte Regierung, egal mit welcher der Parteien und Personen, wieder im Amt bestätigt.

Daß der Erhalt der inländischen Wirtschaft nicht das Ziel ist, läßt sich unschwer an der Energiepolitik des Landes erkennen. Der Ausstieg aus der einzig realen Energiequelle des Landes wurde mit enormer Angstmache von den Rot-Grünen aktiv, den Schwarz-Gelben passiv und mit Hilfe der „stets kritischen“ Medien durchgesetzt. Damit der Ausstieg endgültig sei, wurde die Firma, die das gesamte kerntechnische Know How Deutschlands monopolisiert hatte, „revolutioniert“. Ihr nach dem angeblichen „Korruptions-Skandal“ eingesetzter neue Chef, Peter Löscher, verscherbelte das ganze Know How einschließlich der Fachleute an die französische Firma Areva NP. Deren Chefin Anne Lauvergeon sagte in der FAZ am 28. Januar: „Siemens hat angekündigt, in anderer Form in der Nuklearindustrie weiterarbeiten zu wollen. Ich weiß nicht, in welcher Form. Siemens wird von null anfangen, weil sie weder die Technik noch das Personal haben“. Beides hatte Siemens ja verkauft. Um das zu verschleiern, wird den Bürgern etwas vom Einstieg bei den russischen Atomkonzernen Atomergoprom oder Rosatom erzählt. Propaganda! Vielleicht erhofft sich Siemens ein paar Aufträge für Turbinen oder Regelungstechnik, in Kerntechnik hat die Firma nichts mehr zu bieten, und das ist beabsichtigt.

Das machte Peter Löscher in der Bild am 7. Februar unmißverständlich klar, als er süffisant die „deutsche Ingenieursleistung“ überschwenglich lobt, weil sie „die erste Wahl überall auf der Welt“ sei. Ihr aber rot-grün die ordentliche Handhabung der Kernenergie praktisch nicht mehr zutraute und ihr als neue Linie vorgibt: „Grün sind wir – denn bei den Technologien, mit denen wir unser Klima schützen, liegen wir ganz vorne. Und damit schreiben wir schwarze Zahlen“. „Antworten braucht die Welt für die größte Herausforderung unserer Zeit: den Klimawandel. Grüne Güter sind unsere Exportschlager“. Na denn!

Was von den „grünen Gütern“ allerdings zu halten ist, klärte Anselm Waldermann am 10. Februar im Spiegel: Trotz des europäischen Booms in Sonnen- und Wind-Energie wurden die CO2-Emissionen nicht gesenkt. 250.000 Jobs wurden geschaffen und Kosten von 35 Mrd. Euro im Jahr erzeugt. „Doch hat das einen Haken, das Klima hatte keinen Nutzen von diesen Entwicklungen. So seltsam es klingen mag, die neuen Windturbinen und Solarzellen haben kein einziges Gramm CO2 verhindern helfen“ (Quelle).

CO2 zu verhindern war ja auch nur Propaganda. Warum es eigentlich ging, sagte die Kanzlerin am 17. Juni 1997 in der Frankfurter Rundschau: „Energie ist heute zu billig […] Es müssen aus meiner Sicht gezielt die Steuern auf Energie angehoben werden, sei es über Mineralöl, Heizgas oder Strom“. Dieses Ziel ist erreicht, Die Energie ist hier zu Lande teuer, bald unbezahlbar. „Die Finanzkrise entwickelt sich zur Energiekrise“ titelte Daniel Wetzel am 4. Februar in Die Welt, „Eine Studie (von A.T. Kearney und nicht im Auftrag von Versorgungsunternehmen) prognostiziert einen drastischen Strompreisanstieg in Deutschland. Weil sich Projekte wegen der gestiegenen Kapitalkosten nicht mehr rechnen, werde die Überalterung des europäischen Kraftwerksparks voranschreiten. Zudem seien die EU-Pläne zur Förderung der erneuerbaren Energie unrealistisch“.

Warum muß dieses Land fertig gemacht werden und das ausgerechnet von seinen „anerkannten“ politischen Parteien und Politikern? Fragen Sie das ihre Volkszertreter oder ihren Psychiater, warum Sie die immer wieder gewählt haben.

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15 Kommentare

  1. Bülent said,

    16.02.2009 um 12:38 pm

    wie wahr – wie wahr. wir menschen denken oft in schablonen bzw. in gut oder schlecht. dass vieles ineinander greifen kann oder dass gewisse machtinhaber nicht immer alles offenlegen können, müsste doch jedem klar sein. schließlich sagen wir einem kleinkind auch nicht, dass ihn zb. eine spritze erwartet – wir halten ihn möglichst lange bei guter laune, nicht wahr.

  2. Charlie said,

    20.02.2009 um 7:42 pm

    „und Kosten von 35 Mrd. Euro im Jahr erzeugt“

    Mit der Übersetzung von „net worth“ mit „Kosten“ wollen Sie doch hoffentlich keine negative Wertung über den unbestrittenen Erfolg der industriellen Nutzung von erneuerbaren Energien abgeben?

    Es sind schließlich keine 250000 Hilfsarbeiterjobs die da entstanden sind, sondern größtenteils Ingenieursstellen. Neben dem erwirtschafteten „Nettowert“ sollte man auch das damit gewonnene Wissen und den damit verbundenen Wissensvorsprung nicht außer acht lassen.

    Bleibt zu hoffen, dass wir dieses Mal am Ball bleiben. Es wäre nicht das erste Mal, dass Deutschland einen Wissensvosprung verspielt, nur weil man zu sehr auf Nörgler, Zweifler und ewig Gestrige gehört hat. Fortschritt kommt von fort schreiten und nicht von verharren auf auf dem Status Quo oder dem Verweisen auf Technologien, die zwar erstrebenswert sind aber von einer praktischen Verwertung weit entfernt sind.

  3. spatzseite said,

    20.02.2009 um 7:54 pm

    Hi Charlie,

    die sogenannten „erneuerbaren“ Energien waren zweifellos erfolgreich – darin, die Energieversorgung zunehmend unbezahlbar zu machen. Einen Beitrag zur Versorgung mit elektrischer Arbeit leisten sie indes kaum, weil große Mengen konventioneller und nuklearer Leistungen blind vorgehalten werden müssen, um bei plötzlichem Rückgang der Erneuerungsrate einen großflächigen Stromausfall zu verhindern.

    Oder in einem Wort: große Mengen wertvoller konventioneller und nuklearer Brennstoffe werden durch die „erneuerbaren“ Energien verschwendet.

    Ja, ein Erfolg, ohne Zweifel… aber auf diese Art von „Fortschritt“ können wir getrost verzichten!

  4. Charlie said,

    20.02.2009 um 10:55 pm

    „große Mengen konventioneller und nuklearer Leistungen blind vorgehalten werden müssen“

    Wie hält man denn Leistungen blind vor? Jetzt mal rein technisch gesehen.

  5. spatzseite said,

    21.02.2009 um 8:01 am

    Indem man Kraftwerke laufen läßt, also Strom erzeugt, der aber nur dazu dient, die Unzuverlässigkeit „erneuerbarer“ Energien abzusichern, also normalerweise gar nicht gebraucht wird.

    Vor dem Hintergrund ist auch das Argument der Arbeitsplätze ad absurdum geführt, denn wenn wir Energie und Arbeit verschwenden, nützt das niemandem. Auf diese Arbeitsplätze können wir ebenso verzichten wie auf den Unsinn der „erneuerbaren“ Energien!

  6. Charlie said,

    21.02.2009 um 8:30 am

    Was sie da beschreiben geht technisch gar nicht. Man kann keinen Strom produzieren, der nicht abgenommen wird.

  7. spatzseite said,

    21.02.2009 um 9:32 am

    Ich empfehle, daß Sie erst mit einem Techniker sprechen und dann hier posten. Es wird ständig mehr Energie produziert als gebraucht wird, weil die Nachfrage nur statistisch prognostiziert werden kann. Diese Prognosen sidn aber vergleichsweise genau, so daß der Produktionsüberhang nur im Bereich bei 10% liegt (variiert über den Tag und über das jahr). Da „Erneuerbare“ Energien aber plötzlich gegen null gehen können, muß nahezu die ganze „Leistung“ der Öko-Energie zugleich auch nochmal im Backup gehalten werden, d.h. was Wind und SOnne „erbringen“ muß nahezu zur Gänze konventionell oder nuklear ein zweites Mal produziert werden. Auch das Argument der großflächigen Vernetzung ist wegen der hohen Leitungsverluste quatsch. Man kann also sagen, daß die Verschwendung ungefähr so groß ist wie die reale (nicht die nominelle!) Wind- und Sonnenleistung – jedenfalls bei deutschen Sonnen- und Wetterverhältnissen.

  8. Charlie said,

    21.02.2009 um 10:04 am

    Fragen Sie einen Ingenieur wie ein Generator funktioniert und dann sehen wir weiter.

    Darf man fragen, was Sie beruflich so machen?

  9. spatzseite said,

    21.02.2009 um 10:12 am

    Ich habe sehr oft mit Technikern zu tun, die das geanz genau wissen: die bauen nämlich Generatoren. Hier in der Stadt, ein großer Konzern. Daher weiß ich das doch recht genau 🙂

  10. Charlie said,

    21.02.2009 um 10:20 am

    Ah, noch was zu Ihrer „Backup“ Theoerie:

    Die Anzahl der konventieonellen Kraftwerken ist seit fat 20 Jahren annähernd gleichbleibend. In dieser Zeit wuchs der Anteil der alternativen Energieerzeuger auf über 30%. Nach Ihrer „Backup“ Theorie hätte der Anzahl der konventionellen Kraftwerke in ähnlichem Umfang wachsen müssen.

    Sind Sie sich sicher, dass Ihre Theorie sich in etwa mit der Realität deckt?

    Noch was zu Ihrer Ansicht, dass wir auf diese Art Fortschritt verzichten können: wenn wir die Technologien nicht entwickeln, werden es die Chinesen und die Japaner machen. Wie schon öfter in der Technologiegeschichte stellt sich die Frage, ob wir am Ball bleiben oder das Feld anderen überlassen. Gerade in China entsteht momentan ein rießiger Markt für dezentrale Energieversorgung. Diesen Markt aus ideologischen Gründen zu ignorieren wäre allein schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen grob fahrlässig.

  11. Charlie said,

    21.02.2009 um 10:23 am

    „Daher weiß ich das doch recht genau “

    Dann sollten sie wissen, dass man Strom nicht „auf Halde“ produzieren kann.
    Und dann sollten Sie nicht solche Wörter wie „Produktionsüberhang“ in Verbindung mit Generatoren verwenden. Wo soll denn dieser Produktionsüberhang Ihrer Ansicht nach bleiben?

  12. spatzseite said,

    21.02.2009 um 12:12 pm

    Nun hören Sie doch auf mit dem Schwachsinn! Das ist doch Kinderkram… also mal auf Kinder-Niveau: Sie fahren Rad, es ist dunkel, der Dynamo produziert Strom. Da geht die Glühbirne in der Lampe kaputt. Was passiert jetzt? Der Dynamo produziert immer noch Strom, den aber kein Verbraucher mehr abnimmt. Es entsteht also ein Produktionsüberhang.

    Endlich kapiert?

  13. Boettiger said,

    23.02.2009 um 2:56 pm

    Nicht der Strom wird vorgehalten oder gespeichert. Die Thermischen Kraftwerke
    lassen einfach Dampf ab. Den aber müssen sie vorhalten, um jederzeit die
    laufenden Turbinen auf den Generator zu koppeln. Die Diskussion ist typisch für die Nebelkerzenwerfer des Establishment. Man wirft sich auf ein Minidetail, um vom esentlichen Abzulenken. In Nepal werden die Lasten weitgehend von Personen auf dem Rücken befördert – sollen wir das auch „um den Anschluss nicht zu verpassen?

  14. Charlie said,

    23.02.2009 um 8:33 pm

    „Die Diskussion ist typisch für die Nebelkerzenwerfer des Establishment. Man wirft sich auf ein Minidetail, um vom esentlichen Abzulenken“

    Ich habe nicht mit den Datails angefangen; mir wäre an dieser Stelle eine eher globale Sichtweise lieber gewesen. Aber gut, aus Höflichkeit habe ich „Spatzseite“ auf seinen Beitrag geantwortete und Ihn auf Fehler in den Begrifflichkeiten, die er verwendet hat, hingewiesen.

    Mir hätte eine Antwort auf meine Fragen jedenfalls mehr begrüßt, als der etwas banale Hinweis von „Spatzseite“, der lautete „Indem man Kraftwerke laufen läßt, also Strom erzeugt,“

    Warum die Zahl der konventionellen Kraftwerken in Deutschland in den letzten 20 Jahren kaum angewachsen ist, hätte mich im Zusammenhang mit mit seiner Theorie von „Absicherung der “erneuerbaren” Energien“ schon interessiert.

    Na sei’s drum, vielleicht bekommen wir das nächste Mal eine konstruktivere Diskussion hin.

  15. kai said,

    13.03.2009 um 10:27 pm

    charlie sagte:

    >>Warum die Zahl der konventionellen Kraftwerken in Deutschland in den letzten 20 Jahren kaum angewachsen ist, hätte mich im Zusammenhang mit mit seiner Theorie von “Absicherung der “erneuerbaren” Energien” schon interessiert.<<

    ich verstehe das gegenargument nicht, das passt doch auf den ersten blick doch gerade prima zu dem was die spatzseite sagt: wenn die alternative energie konventionelle energie einsparen wuerde, muesste doch die konventionelle energieerzeugung entsprechend sinken. wenn dies anscheinend nicht geschieht, so ist das doch ein deutlicher hinweis auf die „backuptheorie“ der spatzseite? (unterstellt ist bei meiner argumentation, dass der gesamtenergiebedarf gleich geblieben ist oder wenigstens geringer angestiegen ist als der anstieg der alternativen energie).


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